Als die NFL mich zu einer Ode an das Lernen inspirierte

Der erste Text, den ich 2021 schreibe (und nicht schon vorher vorbereitet habe) und wer hätte gedacht, dass es um eine Sportart geht, die ich bis vor 3 Monaten so gut wie gar nicht beachtet habe? Ich auf jeden Fall nicht. Es geht um den American Football. Und keine Sorge: Es geht nur so halb um den Sport selbst.

Der American Football also. Seit November 2020 ist es zu meinem Sonntagsritual geworden, mich vor den Fernseher zu setzen und einem laufenden Football-Spiel zu folgen. Ich habe bis heute keine Ahnung, um wie viel Uhr die Spiele losgehen. Schon gar nicht, wer gegen wen spielt. Ich weiß nur, dass irgendein Spiel am Abend schon laufen wird und ich mich davor setzen und das Spiel verfolgen kann.
Du merkst: So richtig Ahnung habe ich nicht.
Ich weiß noch nicht mal, ob American Football die richtige Bezeichnung ist. Denn eigentlich „verfolge“ ich die NFL – die National Football League – die Profiliga in den Vereinigten Staaten. Das Highlight der NFL ist übrigens der Super Bowl, der auch in Deutschland in den letzten Jahren bekannter geworden ist.

Faszination NFL feat. Faszination lernen

Die NFL fasziniert mich auf viele Arten und Weisen. Die NFL ist eine Liga und damit ein System, in dessen Mittelpunkt das Spiel des American Football steht. Die Regeln des American Football sind eigentlich nicht kompliziert, aber irgendwie auch doch. Mir wurde erklärt, wie eine Mannschaft Punkte erzielen kann, um das Spiel zu gewinnen. Das ist übrigens nicht so schwer zu verstehen – zumindest in den Grundzügen (falls du es auch verstehen willst: Am Ende findest du was). Deshalb hatte ich recht schnell ein Erfolgsgefühl und dachte ich wäre jetzt schon voll Profi-mäßig unterwegs und check alles. Tja, nicht ganz.

Auch wenn die Grundlagen nicht schwer sind, gehen die Regeln viel tiefer und alles mögliche ist ziemlich genau definiert. Beispielsweise wann ein gefangener Ball als gefangen gilt und wann nicht (irgendwas mit zwei Knien im Spielfeld?). Und dann merke ich wieder, wie unwissend ich eigentlich bin. Frustrierend? Nein, irgendwie nicht.
Eher das Gegenteil: Ich finde es super spannend und vor allem auch motivierend und rewarding, immer wieder eine Regel des Spiels kennenzulernen und zu verstehen. Ja, es scheint ganz schön viel zu sein. Gleichzeitig ist die Lernkurve ziemlich steil, wenn man will. Und ich merke, dass ich will, weil ich es nicht aushalten kann, wenn ich irgendetwas von den Kommentatoren höre und nicht verstehe.
Die NFL ist für mich aktuell ein Lernprozess, der total zwanglos ist und super viel Spaß macht. Und ich frage mich und dich ehrlich: Wie oft kommt es vor, dass der Lernprozess sich genauso anfühlt?

Mal auf die Meta-Ebene: Ich denke, dass es egal ist, um welches Thema es geht. Eine Freundin von mir hat Darts für sich entdeckt und fand es sehr spannend als sie es angeschaut hat. Ich habe weiterhin keine Ahnung von Darts. Was mir aber klar geworden ist, ist die Tatsache, dass es einfach saumäßig Spaß macht, etwas zu verstehen. Vor allem etwas, was man nie vorhatte zu verstehen. Denn ohne Vorhaben, keine Erwartungen und dort keine Enttäuschungen. Aber auch: Keine Eile. Es ist angenehm, in diesem (langsamen) Tempo zu lernen.
Wie du siehst, ist das heute hier eigentlich eine Ode an das Lernen 😀

Und jetzt doch: Paar NFL-Gedanken meinerseits

Um wenigstens ein bisschen über die NFL als Sport zu reden, kommt jetzt doch noch eine Random-Liste mit Dingen, die mir im Zusammenhang mit der NFL immer wieder einfällt und fasziniert:
  • Es gibt zu allem – wirklich allem! – Statistiken. Ich bin erstaunt, wie gut alles getrackt wird. Wirklich, es wird alles getrackt! Beispiel: Wie viele Yards Spieler X schon in der Saison (oder besser noch: in der ganzen Profikarriere) gelaufen ist.
  • Ja, es wird in Yards statt Metern gezählt. 1 yard = 0.9144 m, überschlagen also 1 yard = 90 cm.
  • Das Prinzip der Spiele ähnelt dem Prinzip einer Fußball-Meisterschaft. Es gibt erst Gruppenspiele und dann die Play-Offs. Es gibt 32 Mannschaften, die jede Saison in der „Gruppenspiele-Phase“ in einem extrem ausgefeilten Spielplan gegeneinander spielen und in dieser Zeit so viele Spielsiege wie möglich einfahren möchten. Aber das System ist nicht einfach „jede Mannschaft gegen jede“ – das wären zu viele Spiele. Es ist wirklich ausgefeilt und das zu durchblicken, war schon eine kleine Herausforderung.
  • Im deutschen Fernsehen wird jedes Spiel immer durch zwei Kommentatoren begleitet (ich glaube, dass das bei allen Sportarten so ist), die man als Zuschauer:in auch im Fernsehen sieht in den Pausen. Und dann gibt’s noch Icke, den Netman (was ein Netman genau ist, habe ich auch noch nicht herausgefunden – auf jeden Fall wird Icke anscheinend abgefeiert). Und dieses 3er-Team erklärt und gibt Hilfestellung, um die Spiele besser zu verstehen. Es macht wirklich Spaß, sich auf die Couch zu setzen mit den Leuten. Hat mittlerweile was vertrautes LOL.
  • Es gibt extrem viel Werbung – das nervt. Vor allem ist es immer die gleiche Werbung, die gezeigt wird. Ughhh. Sie dauern nicht lange, aber es sind wirklich viele.
  • Ein Spiel besteht aus vier Vierteln à 15 min. Zwischen dem 2. und 3. Viertel gibt es angeblich eine Halbzeitpause von 12 min. Ein Spiel könnte knapp 1 Stunde 15 Minuten dauern. Forget it. So zwei bis drei Spielstunden sind da schon eher drin. Die Zeit wird sehr häufig im Spiel gestoppt.
  • Ich habe bisher noch kein Spiel von Anfang bis Ende geschaut …
  • Einige Spiele beginnen in Deutschland zu den unmöglichsten Zeiten (so nachts, kurz vor 2 Uhr). Ein großer NFL-Fan werde ich also nicht.
  • Die Mannschaften wurden nach Tieren oder anderen Symbolen benannt und diese Bezeichnungen werden eigentlich immer angesagt – nicht die Städtenamen. Das bedeutet, dass ich meistens keine Ahnung habe, woher eine Mannschaft kommt, wenn nur das Symbol der Mannschaft genannt wird. Ich mein, wie soll ich darauf kommen, dass die Bears die Chicago Bears sind?

Übrigens ist es auch ganz interessant und amüsant, keine Mannschaft zu kennen. Das bedeutet auch, dass ich (noch) keine Lieblings- oder Hassmannschaft habe. Wer gewinnt, ist für mich also nicht so wichtig. Wichtiger ist mir, dass das Spiel spannend ist – was wiederum bedeutet, dass das für die spielenden Mannschaften umso nervenzehrender ist – oha! Mal sehen, ob ich irgendwann doch mal einen Favoriten haben werde! 😀

Ins Wochenende mit den Play-Offs

Mit diesem Post verabschiede ich mich in das Wochenende, wo die Play-Offs weitergehen – die jetzt vergleichbar sind mit einem Viertelfinale. Vier Spiele, acht Teams, die gegeneinander antreten und dem Super Bowl näher kommen wollen. In dem Sinne: Schickes Wochenende!

Und falls du jetzt wissen willst, wie dieses Spiel mit dem nicht-kugelförmigen Ball funktioniert, habe ich hier zwei Videos gefunden, die zusammen unter 5 min dauern (!). Das erste Video ist bisschen kürzer und erklärt wirklich die Grundlagen der Grundlagen. Das zweite Video ist bisschen ausführlicher, trotzdem noch unter 3 min. Hab auch was dazu gelernt 😀

Spazieren über Straßenecken | Sunny 16 #1, Fotoergebnisse (7/7)

Von einer der Spaziergänge, der über viele Straßenecken im Viertel führten, kommen die heutigen Fotos. Das Bild mit der Trauerweide war das Foto, das mir am meisten in Erinnerung blieb, nachdem ich es geschossen hatte. Das Licht, das durch den Vorhang aus den Ästen der Trauerweide schien, war zum Zeitpunkt perfekt. Ich habe genau ein Bild geschossen. Und mich danach noch oft gefragt, ob ich es in mehreren Einstellungen hätte fotografieren sollen, um sicherzugehen, dass ein Bild genau das Gefühl des Moments einfangen könnte. Die Lichtsituation ergab sich nicht wieder, und ich musste akzeptieren, dass es nur dieses eine Bild gibt. Es kommt meinem Gefühl des Moments nicht ganz nach, aber ziemlich nah.
Was den rosalila Himmel angeht, war ich sehr überrascht – im positiven Sinne.

Hard facts! Kamera: Minolta Dynax 7000i , Minolta AF 50 mm f/1.4 | Film: Kodak ISO 200 (Farbfilm, genauere Spezifikationen nicht notiert) | Filmentwicklung & Scan: Drogeriemarkt Rossmann

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Das war’s also – meine erste Runde mit der Sunny 16-Regel. Durch die Vorbereitung der Blogposts habe ich die Fotos nochmal anders betrachtet und bin doch ziemlich stolz auf die Fotos, die dabei entstanden sind. Daher freue ich mich schon sehr auf die nächste Runde. Du dich auch?

Walking along the corners of the streets

These photos were taken on one of the walks which I did along the corners of the streets in my quarter. The picture of the weeping willow was the photo I couldn’t forget after I took it. The light shining through the curtain made of branches of the tree, was stunning at that moment. I only did one shot. Afterwards, I asked myself a few times if I should have taken more photos with different settings. I was afraid that the one shot I did couldn’t grasp the feeling of the moment I had. But the situation was unique thus I had to accept that there would be only this one shot of that scene. The result doesn’t grasp the feeling of the moment completely but it’s quite close to it.
And I was very surprised in a positive way regarding the sky in rose and purple.

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That’s it – my first round using the Sunny 16 rule. By preparing all blog posts I had the chance to look at these photos from another perspective and I am a indeed proud of the photos. That’s why I am really looking forward to the next round. What about you?

Trauben-Fake | Sunny 16 #1, Fotoergebnisse (6/7)

Ich habe tatsächlich nicht aufgeschrieben, wie diese Pflanze heißt. Dabei schien sie mich sehr fasziniert zu haben, denn ich habe 3 Fotos von dieser Pflanze (keine Ironie – jedes Bild auf einem Film ist kostbar!). Ist der Lernvorgang im botanischen Garten so gedacht? Beim nächsten Besuch im botanischen Garten werde ich auf jeden Fall zu dieser Pflanze laufen, um den Namen der Pflanze nachzutragen!
Schau mal wie abgefahren die Rinde aussieht! Und die Früchte der Pflanze sehen halt wie Fake-Trauben aus. Und zuletzt möchte ich noch loswerden, dass diese Fotos mir gut gefallen.

Hard facts! Kamera: Minolta Dynax 7000i , Minolta AF 50 mm f/1.4 | Film: Kodak ISO 200 (Farbfilm, genauere Spezifikationen nicht notiert) | Filmentwicklung & Scan: Drogeriemarkt Rossmann

Fake grapes

I didn’t write down which plant this was. Though it seems that I was very fascinated by it since I took 3 photos of it (no irony – each picture on a film is very precious!). Not sure if the learning process should work this way in a botanical garden. I will look up the name of the plant as soon as I will visit the botanical garden again!
Look how crazy the bark looks like! And yeah, the fruits of this plant just look like fake grapes. And last but not least I want to say that I like these photos.