Mein neues gebrauchtes Objektiv schenkt uns Herbstsonne

Es war Ende Oktober, die Sonne lugte an dem Tag hervor. Ich ging raus, mit meiner Sony alpha 99 in der Hand, und hatte eine Mission: Fotos machen und das neue gebrauchte Objektiv testen.

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Mein Lieblingsobjektiv (Minolta AF 50 mm f/1.4) verabschiedete sich im September. Der Fokusring funktioniert nicht mehr. Erst als der nächste Urlaub bevor stand, Ende Oktober, wurde ich an die Fehlfunktion erinnert. Aber es zur Reparatur zu bringen, um es anschließend mit in den Urlaub zu nehmen, war zeitlich nicht mehr realistisch. Ob eine Reparatur überhaupt möglich ist, steht noch aus.

Da die Kamera mitkommen sollte, suchte ich nach einer anderen Lösung. Die Lösung lautete: Schau auf Kleinanzeigen nach einem alternativen Objektiv. Gesagt, getan.

Das Universum meinte es sehr gut mit mir und ich kam über Kleinanzeigen zu einem neuen gebrauchten Objektiv. Es war nicht das gleiche Modell, aber für mich absolut vergleichbar (Minolta AF 50 mm f/1.7). Ich konnte es mir in der Nähe direkt anschauen bevor ich mich für den Kauf entscheiden würde und der Preis war auch mehr als fair. Der Verkäufer war freundlich und wir plauderten noch ein wenig über die analoge Fotografie bevor ich ging. Ein richtig gutes Kleinanzeigen-Kaufserlebnis also.

Zuhause probierte ich das Objektiv aus. Zuerst drinnen. Und dann eben draußen. Und so sind wir wieder am Anfang dieses Textes. Ich ging raus, mit meiner Sony alpha 99 in der Hand, und hatte eine Mission: Fotos machen und das neue gebrauchte Objektiv testen.
Ergebnis: Test bestanden.

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Wem es wie mir geht und die Sonne der wärmeren Tage vermisst: Vielleicht sind diese Bilder heute ein kleiner Trost.


Kamera + Objektiv: Sony alpha 99 + Minolta AF 50 mm f/1.7

Stadsbibliotek Malmö

Während ich mich für meine Kurzreise nach Malmö im Herbst 2022 vorbereitete, ploppte recht schnell die Stadtbibliothek Malmös auf – als Sehenswürdigkeit. Sie landete direkt auf meiner Must-See-Liste.

Stadsbibliotek Malmö von außen

Die Außenansicht der Bibliothek von der Straßenseite von der ich kam, zeigte viele Backsteine und verriet nicht viel über das futuristische Design des Inneren. Tatsächlich war die Bücherei in zwei Bereiche geteilt.

Einerseits gab es diesen futuristischen, großen und hellen Raum mit viel Weiß. Ein übergroßes Regal, das an ein Kallax-Regal erinnert, stand an der einen Seite des Raums und zog den Blick auf sich als ich den Lesesaal betrat. Jedes einzelne Kästchen war ein Raum mit Bücherregalen darin. Natürlich ging ich hoch und lief durch die Kästchen durch. Ebenso nicht zu übersehen war die riesige Glasfront, die eine Aussicht auf den Park hatte. Schon ganz idyllisch.

Der andere Bereich war ein wenig bodenständiger und war die Seite, die ich bereits von außen gesehen hatte. Vor allem kann ich mich an das Treppenhaus erinnern. Mir fehlen Bilder und Worte, um diesen Teil darzustellen, trotzdem ein Versuch: Das Treppenhaus war Atrium-ähnlich. Würde man sich in die Mitte des untersten Stockwerks, eine rechteckige Fläche, stellen, kann man nach oben schauen und bis zum Dach sehen. Auf dem Weg sieht man die einzelnen Stockwerke wie eine Leiter. Die Flure der Stockwerke umranden die rechteckige Grundfläche und an den Wänden befinden sich die ersten Bücherregale. An diesem Flur, neben den Bücherregalen, befinden sich Eingänge zu den dahinterliegenden Räumen. Das letzte Foto ist nur ein Ausschnitt, aber vielleicht hilft es bei der Vorstellung. Was auch auffällt ist mehr braun, mehr Holz. Die farbliche Hervorhebung der Themenschildern der Bücher fielen ebenso auf und gefielen mir, auch wenn sie sicherlich nichts neues sind.

Und schau mal, die Lampenköpfe an den einzelnen Regalen. Ich weiß nicht, ob jedes Regal eines hatte – aber allein, dass ein paar eines hatten, begeistert mich. Das rückt jedes einzelne Regal ein bisschen ins Rampenlicht.

Glasfront vor Parkkulisse
Kopflämpchen für die Regale
Riesen-Kallax-Regal
Holzregale, farbenfrohe Beschilderung und Kopflämpchen
Atrium-ähnliches Treppenhaus

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Diese Bilder habe ich schon seit mehr als zwei Jahren und ich wusste nie so richtig, wie ich sie auf dem Blog einbinden könnte. Ideen waren da, aber manchmal gibt es da etwas, das einen zurückhält. Aus einem Gefühl der Nostalgie heraus schrieb ich meinen ersten Beitrag über Bibliotheken und Büchereien auf dem Blog (Bibliothekstour durch Dresden) und damit war die Tür offen. Schön, nun hier zu sein – vor allem nach meiner Ankündigung – und meine Eindrücke der Stadsbibliotek Malmö zu zeigen.


Schwarz-weiß Fotos
Kamera + Objektiv: Minolta 9000 AF + Minolta AF 50 mm f/1.4
Film: Kodak T-Max 100
Filmentwicklung + Scan: Charlie Engel Lab 2.0

Farbige Fotos
Kamera: Samsung Galax A3 (2017)

Rheingau und Rheinhessen: Weinleben

Ich will den Alkoholkonsum nicht verharmlosen. Aber wenn ich über die Region sprechen will, in der ich nun lebe, so komme ich nicht um den Wein herum und was dazu gehört. Langsam aber sicher nehme ich das Wissen und Informationen rund um die Lebensart in dieser Region auf. Nachfolgend kommen persönliche Eindrücke und alles ohne Gewähr; und bitte um Verständnis und Korrektur, sofern notwendig.

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So langsam verstehe ich die Regionen (Plural!) hier und wie sie heißen. Ich lernte, dass Mainz in Rheinhessen liegt. Das ist sehr irreführend, da Mainz auch in Rheinland-Pfalz liegt. In direkter Nachbarschaft liegt der Rheingau, das ist dann tatsächlich in Hessen. Da mir das bloße Erwähnen selten was bringt, ist hier eine Karte von deutschen Weinanbaugebieten auf Wikipedia: Karte. Dort sind Rheinhessen und der Rheingau eingezeichnet. Ich finde Karten sehr hilfreich, daher empfehle ich kurz reinzuschauen.

Wenn die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, gibt es überall Weinfeste. Und wenn ich überall sage, dann übertreibe ich nicht. Jedes Wochenende findet irgendwo eines statt. Es gibt so viele Weingüter hier!

Ohne ein geografische Zuordnung machen zu können, was wohin gehört oder woher kommt – wichtig zum Wein oder Traubensaft: Der Spundekäs. Der Spundekäs ist eine Frischkäsezubereitung und den essen wir am liebsten mit den krossen Salzbrezeln. Durchaus zu Hause, aber wenn’s mal außerhalb der vier Wände sein darf, dann auf einer Bierbank in einer Straußenwirtschaft im warmen Sonnenlicht. Hat schon seinen eigenen Charme.

Ein paar Fotos von besuchten Weinevents habe ich mitgebracht. Ein kleiner Einblick in mein Weinleben im Rheingau und Rheinhessen.

Straußenwirtschaft ist etwas aufgeräumt, da es kurz zuvor geregnet hatte

Wikipedia ist toll: Der Artikel zum Spundekäs sagt, dass er aus dem nördlichen Rheinhessen kommt. „Straußenwirtschaft“ ist wohl ein Begriff in Rheinhessen, aber im Rheingau hab ich das auch schon gesehen.


Foto 1+2
Kamera + Objektiv: Minolta Dynax 7000i + Minolta AF 50 mm f/1.4
Film: ILFORD FP4 PLUS
Filmentwicklung + Scan: ON FILM LAB

Foto 3
Kamera + Objektiv: Olympus XA2
Film: Kodak Gold 200
Filmentwicklung + Scan: ON FILM LAB