fotolog 5: Viele Notizen zum Projekt 365

Hoppla. Ich habe ja einen ungefähren Zeitplan, wann ich jeweils einen fotolog schreiben möchte und laut Plan hätten zwischendrin zwei Ausgaben erscheinen sollen. Immer diese Sommerlöcher!

Aber ich war nicht untätig in den letzten Monaten und so haben sich die Notizen trotzdem gesammelt. Hier kommt der Batzen!

Chronologisch

Alle folgenden Notizen kamen aus dem Fotoprojekt 365. Außer diesem Projekt habe ich so gut wie nichts fotografisches gemacht.

Juni

  • Ich war erschöpft von meinen Commitments – ich habe diverse langatmigere Projekte, darunter eben auch das Projekt 365. Ich wollte meine Ruhe haben und hätte es okay gefunden, kein Foto zu machen. (Wie wir wissen: Es läuft weiterhin.)
  • Gleichzeitig bin ich interessiert daran, neues auszuprobieren und habe eine Liste an Dingen. Gelangweilt bin ich also nicht.
  • Wovon ich zwischenzeitlich gelangweilt war, war der Moment: Ach Mist, wieder Abend. Ich muss jetzt irgendwas zuhause finden, was ich fotografieren kann.
  • Fragen von Jürgen beantwortet, die mich zum Nachdenken bringen. Mehr dazu erzählt habe ich hier, und hier geht es zu den Antworten.

Juli

  • Ich habe es gar nicht gefeiert, dass ich die Hälfte des Projekts 365 geschafft habe!
  • Ich habe das Gefühl, dass die erste Hälfte des Jahres und Projektes erst mal nur dafür waren: Mich einzufinden, das Projekt für mich zu gewinnen, eine Routine daraus zu machen. Und jetzt bin ich geistig bereit, weiter zu gehen. Auch durch die Fragen von Jürgen habe ich überlegt, ob ich mich außerhalb meiner Komfortzone bewegen möchte. Beispielsweise in Serien denke. (Spoiler: Bisher nichts passiert.)
  • Ich habe wieder angefangen auf Film zu fotografieren. Und nachdem ich das immer wieder höre, nicht auf Boxspeed zu fotografieren (also wenn ISO 100 eingelegt ist, die Belichtung auf einer anderen ISO berechnen lassen), habe ich es auch probieren wollen. Gedacht getan – in meinem Fall habe ich eine niedrigere ISO gewählt und damit eher überbelichtet. Nachdem ich zwei Filme damit durch hatte und die Ergebnisse gesehen habe, habe ich geschlussfolgert, dass das nicht meins ist. Und seither belichte ich wieder auf Boxspeed.
  • Mit Film zu fotografieren ist wieder schön. Ich mag’s sehr. Immer und immer wieder. Aber: Es ist ein teures Hobby, das ist ein Fakt. Da ich die Bilder halbwegs zeitnah haben will, kann ich nicht so lange Filme sammeln, um sie zusammen zum Labor schicken und damit Versandkosten sparen. (Der Sparfuchs in mir weint ein wenig.)

August

  • Die dunklen, weil verregneten Sommertage machen mir und der ISO 100 etwas zu schaffen. So macht das keinen Spaß 😩
  • Erst im August ist mir auch aufgefallen, dass irgendwann meine Routine mit den täglichen Spaziergänge eingebrochen ist. Das merkte ich, weil ich häufiger dieses Problem hatte spät abends noch kein Foto gemacht zu haben. (Diese Erkenntnis hat nur zwei Monate gebraucht, siehe Juni !? LOL)
  • O-Ton vom Anfang des Monats: Motivation ist grad so lala. Ideen auch wenige. Alles wenig. Haiaiai
  • Da mein Fundus an Film aufgebraucht war und ein Urlaub anstand, gehe ich Filme einkaufen. Und wieder denke ich: Das Fotografieren mit Film ist teuer.
  • Mit analogen Fotos ist das Sortieren echt anstrengend, weil ich meine Notizen nicht konsequent geführt habe und den Fotos damit nicht immer einem Datum zuordnen kann. Schlimmer wird’s, wenn ich zwischendrin digitale Fotos mache und mir das erst wieder einfällt, wenn ein Tag bei den analogen Fotos fehlt. Mir hilft in solchen Momenten nur meine 99 %-ige Gewissheit, dass ich in den letzten Monaten wirklich jeden Tag ein Foto gemacht habe und so durchsuche ich meine digitalen Fotospeicher.
  • Zwischenzeitlich wechsle ich in hoher Frequenz zwischen den Kameras (sei es analog oder digital) und habe mir nicht notiert, an welchem Tag ich mit welcher Kamera fotografiert habe… Ich habe mir jetzt eine Liste erstellt, die mir hoffentlich ein wenig hilft.
  • Und auch wenn der Gedanke immer wieder kommt (und geht), das Analoge aufzugeben, aus diversen Gründen… Jedes Mal, wenn ich meine analogen Fotos sehe, v.a. meine Schwarzweiß-Fotos, verwerfe ich diese Idee wieder. Der Look lässt mich nicht los und ich mag ihn sehr.
  • Ich freue mich jetzt schon, irgendwann (2026?) mal mit Zeit die gemachten Fotos zu sichten. So richtig, mit einer Tasse Tee und nicht dem Gefühl, das ich die Aktivität reinquetsche. Meine Zeit wird gerade mit diversen Hobbys gefüllt und wenn ich das Sichten jetzt machen würde, würde es sich genau so anfühlen – reingequetscht. Und so verschiebe ich diese Aktivität auf später (und ich bin sehr zuversichtlich, dass dieses später kommen wird).
  • Mit diesen Gedanken haben sich erste Annahmen lautgemacht: Es könnte sein, dass ich nächstes Jahr kein Fotoprojekt 365 mehr machen werde.

Equipment

Nachdem ich meine lichtstarken Minolta 50 mm-Brennweite geschrottet habe (fotolog no. 3), habe ich wieder meine Runden auf Kleinanzeigen gedreht. Zwischendrin ging das alte Minolta 50 mm f/1.7 sogar wieder! Aber nach ein paar Tagen Nutzung scheint es sich nun endgültig verabschiedet zu haben 😿 Im August habe ich mir dann einen Ruck gegeben und ein Minolta 50 mm f/1.7 gekauft (das ist das Objektiv, das im Wochenliebling 30 angekommen ist) und bin wieder ganz glückselig! 💕

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2 Antworten auf “fotolog 5: Viele Notizen zum Projekt 365”

  1. Hallo Mai Quynh,

    die Zusammenfassung der letzten drei Monaten entspricht so ziemlich meiner Zusammenfassung… Natürlich unter der Überschrift „same same, but different“

    Ich kann dich verstehen, tue mir wahrscheinlich leichter, denn ich versuche nicht da Ordnung rein zu bringen.

    Auf jeden Fall freue ich mich, dass du noch dabei bist.
    Also auf zum Endspurt in diesem Jahr.

    Viele Grüße Jürgen

    Antworten

    1. Hallo Jürgen,
      da ist es also wieder – allein und doch zusammen in diesem Projekt. Es tut gut zu wissen, dass es dir ähnlich geht/ging!
      So ist es – das letzte Viertel steht an. Auch verrückt, dass Dreiviertel schon durch sind?!
      Viele Grüße zurück!

      Antworten

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