Japan 2023 #6: Osaka

Osaka kennen wir schon von unserer ersten Japanreise und so haben wir uns eher treiben lassen und das Großstadt-Feeling genossen. Sightseeing war nicht im Fokus.

Tag 1: In Umeda verloren gehen

Was macht man so, wenn man in einer großen japanischen Stadt ankommt? Richtig, erst mal auf einer der großen überdachten Arkadenstraße flanieren und irgendwas zu essen finden. Und so ging es auf die Tenjinbashi-suji. Nach dem Essen liefen wir noch in der Stadt herum, fanden uns in einem Café wieder; und schauten dem Stadttreiben zu, unter anderem im Nakanoshima Park, wo ein Rosengarten war.

Nakanoshima Park mit Rosengarten (den man hier nicht sieht)

Danach trennten sich unsere Wege: Der Eine ging ins Hotel, um sich auszuruhen. Die Andere (ich) machte sich auf den Weg nach Umeda, einem Knotenpunkt im Norden Osakas. Dort ging ich verloren (nicht wirklich gewollt). Wie kann man da auch nicht verloren gehen? Stehen da immerhin drei riesige hochstöckige Einkaufszentren nebeneinander (ungelogen). Sollte ich jemals eine längere Zeit in Osaka leben, wäre es mein ultimatives Ziel mich in Umeda zurecht zu finden 😀

Futuristisch-angehauchte Architektur in Umeda

In Umeda will ich zu einem Fotoladen und brauche 30 Minuten bis ich diesen finde (erinnert sich jemand an die Problematik mit Google Maps und dass die App verschiedene Stockwerke nicht adequat darstellen kann? Entsprechend irrte ich am vermeintlich richtigen Standort herum.). Dort angekommen, decke ich mich mit ein paar Fotofilmen ein.

Der Reisepartner kommt dann auch nach Umeda, da es dort eine riesige Essensauswahl gibt. Auf dem Rückweg zum Hotel sehen wir, dass die Straßen schon langsam in vorweihnachtlicher Stimmung sind: die Bäume sind mit Lichterketten behangen (es war das erste Novemberdrittel).

Übersicht der Essensmöglichkeiten in Umeda
Vorweihnachtliche Stimmung auf der Straße

Tag 2: Bücherei statt Burg und Abendspaziergang

Während der Reisepartner die x-te Burg sehen will (Burg Osaka), war ich durch mit Burgen. Stattdessen laufe ich bei Regenwetter in eine Stadtbücherei, die laut Google Maps nicht zu weit weg war.

Und die Bücherei war für mich auf jeden Fall die bessere Wahl als die Burg: Es gab einen Bereich, wo man neben offenen (!) Büchern essen und trinken durfte (es gab sogar ein Bücherei-Café). Ich habe die Zeit genutzt, um mein Reisetagebuch aufzufüllen, ein japanisches Buch aufzuschlagen und darin zu blättern und die Büchereiatmosphäre aufzunehmen.

Beschäftigte Menschen in einer Stadtbücherei nahe der Burg Osaka
Reisetagebuch füllen in einer Stadtbücherei nahe der Burg Osaka

Am Abend machten wir sehr spontan noch einen langen Stadtspaziergang mit einigen markanten und vollen Orten der Stadt. Wir starteten am Dotonbori, „der Times Square von Osaka“ 1 und liefen einer weiteren der großen Einkaufsstraße, Shinsaibashi-suji, entlang. Vorbei an der Ebisu Bashi Suji, Namba, Den Den Town (ein bisschen Namedropping) und endeten in Shinsekai. Letzteres ist ein Stadtviertel in Osaka, das bekannt ist für die leuchtenden Reklamschildern und dem Retro-Ambiente und das wir zum ersten Mal besuchten.

Dort kehrten wir in einem Restaurant ein, wo wir auf dem Tischgrill unsere Zutaten mit einer Teigmasse anbraten konnten. Ähnlich wie beim Okonomiyaki, einer der Signature Dishes aus Osaka, muss man hier auch die ganze Zeit hacken und wenden. Leider finde ich den Namen des Gerichts nicht mehr.

Das leuchtende Dotonbori
Eingang zum Viertel Shinsekai
Leuchtende Schilder in Shinsekai
Abendessen in Shinsekai

Tag 3: Letzter Tag in Osaka

Der letzte Tag wurde gefüllt mit einem entspannten Frühstück in der Nähe des Hotels, Mitbringsel kaufen, essen und trinken (wie immer eigentlich), Postkarten schreiben (fast schweres Unterfangen), Stempeln sammeln und die Osaka-Loop Line (Metro) für ein paar Stationen fahren. Einfach so. Und dann neigte sich auch dieser Tag dem Ende.

Am nächsten Tag würden wir beide abreisen, aber nicht in die gleiche Richtung.

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Karte mit den benannten Orten. Tokio und Osaka als Referenzorte (eckige Klammern)


Quellen (alle Stand Mitte Juni 2025)

1 Dotonbori (Japan Travel)

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4 Antworten auf “Japan 2023 #6: Osaka”

  1. Oh wie schön 😀 Bücherei-Content auch aus Japan! <3
    Dass ihr auch getrennt Sachen unternommen habt, finde ich ziemlich smart. Am Ende sind die Bedürfnisse ja nun mal unterschiedlich und mein Eindruck aus Reisen mit Leuten ist, dass die wahrscheinlich einzigen Spannungen darauf entstehen, wenn nicht jede:r kann wie sie wollen.

    … aber alleine reisen ist auch manchmal so einsam.

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    1. Ja, Reisen mit anderen Menschen ist auf jeden Fall immer wieder ein interessantes soziales Experiment, weil da verschiedene Dinge zusammenkommen, die in einer schlechten Mischung explodieren können. Kommunikation, Beziehungsstruktur und -dynamik, Erwartungshaltung. Und da bin ich auch froh drum, dass wir Beide das dann ganz gut gewuppt haben.
      Das war eigentlich auch mehr oder weniger das 1. Mal, dass ich eine Soloreise gemacht habe. Es stimmt, es ist einsam, gleichzeitig auch befreiend.

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  2. Ich finde es wirklich faszinierend, wie viel Natur und Großstadt Japan bietet — und beides wirkt auf mich sehr fremdartig und faszinierend. Diese Mischung ist wohl auch so attraktiv. Das dreistöckige Center sieht so aus, als hätte ich mich dort auch verirrt. 😉

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    1. Das ist es – es gibt so viele Gegensätze, die aber eben auch die Vielfalt ausmachen. Man kann sich nicht nicht verirren – du bist also nicht alleine! Haha

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