Aus meinem Leben. September 2023

September war golden. Ich hatte das beste Wetter für den 5 km-Lauf, auf den ich mich seit einigen Wochen vorbereitet hatte. Es war angenehm warm, nicht zu heiß. Mit dem Laufergebnis bin ich sehr zufrieden, schneller als bei meinem letzten 5 km Lauf vor einigen Jahren. Das Training hat sich also ausgezahlt!

Auch sonst erinnere ich mich an viele weitere warme und sonnige Tage. Mit Freund:innen ging es in den Weinbergen spazieren und wir haben Wein und weißen Traubensaft genossen mit bestem Ausblick. Trotzdem merke ich, der Winter naht. Auch wenn die Temperaturen angenehm waren, so kündigt sich der Winter jeden Tag mit einem früher einkehrenden Sonnenuntergang an. Einmal habe ich mich gegen die geplante Laufstrecke entschieden, weil sie zu lang war für die späte Uhrzeit und ich es nicht mehr vor Einbruch der Dunkelheit zurück nachhause geschafft hätte. Da ich aber dann komplett gegen das Laufen entschieden habe, könnte man auch meinen, dass ich an dem Tag vielleicht ein bisschen faul war 😛

Im September habe ich bei einer Teezeremonie mitgemacht – oder viel mehr genossen. Denn den Matchatee hat die Teemeisterin zubereitet und wir haben nur zugesehen und sehr bewusst getrunken. Im Alltag bleibt Tee leider ein schnelles Heißgetränk, aber ich lasse mich gerne daran erinnern, dass Tee sehr viel mehr als das ist.

Sonst war September auch: eine endlich an der Wand hängende Whiteboard, einen Brief an eine Freundin über Lieblingsorte in Dresden schreiben, Pilze kennenlernen. September war voll mit großen und kleinen Erinnerungen. September war gut zu mir. Dennoch bin ich nun froh, dass der ruhigere Oktober da ist und ich ein bisschen durchatmen kann. Und mich auf den großen Urlaub vorbereiten kann.

Da ich meinen Monatsrückblick wieder etwas später fertig kriege, hatte ich Gelegenheit bei Anderen zu lesen, dass auch deren Herbst sehr golden war. Vielleicht macht der Oktober ein bisschen da weiter, wo der September aufgehört hat? Ich hoffe es!

Harz bei Regen und Sonne

Aurelie. War Harz im Sommer. Und trotzdem regnete es einen ganzen Tag lang. Wir wanderspazierten mit Schirm zum Aussichtspunkt auf das Wernigeroder Schloss, nur um dann das Schloss vor lauter Nebel nicht sehen zu dürfen. Aber Harz im Sommer war auch ein Tag wandern voller Sonne mit wenig Schatten. Feld über Feld übersät mit violetten Fingerhüten, umringt von feinen Nelken-Haferschmielen. Ich habe mich nicht sattgesehen.

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Durch den Schwarzweißfilm, namentlich Aurelie, geht die violette Farbe verloren und auch die schöne Komposition aus Fingerhüten und Nelken-Haferschmielen (Bestimmung durch eine App) konnte ich nicht einfangen. Umso mehr gefallen mir die Bilder vom Regentag. Tatsächlich sind sie im gesamten Film meine Lieblingsbilder.

Rückblende zu meinem Mini-Teaser im letzten logbuch-Post. Der Hinweis vom Fotolabor beängstigte mich; es lautete: „Dein Film war leider nicht vollständig und überwiegend stark unterbelichtet. Die Unterbelichtung macht es ziemlich schwer den Film nahezu Staubfrei scannen zu können“.

Erst beim Schreiben habe ich gemerkt, dass ich ab „stark unterbelichtet“ nicht mehr richtig weitergelesen hatte und stattdessen dramatisch und enttäuscht war. Ein paar Motive/Bilder fehlen und sind nach der Entwicklung nichts geworden, das ist dann der „nicht vollständig“-Teil. Stark unterbelichtet waren viele Bilder (nicht gezeigt), rund die Hälfte, aber sie waren nicht nur schwarze Flecke. Davon bin ich ausgegangen, als ich das gelesen hatte und denke da sehr schwarz-weiß – im wahrsten Sinne des Wortes. Obwohl es sehr viele Dunkelgrautöne mit wenig Kontrast waren.

Wahrscheinlich spielt auch die Tatsache, dass ich das erste Mal mit einem Film ISO 50 gearbeitet habe, eine Rolle. Erstes Fazit: Tendenz stark unterbelichtet. Beim nächsten ISO 50-Film darf ich also bisschen mehr Licht draufgeben.


Kamera + Objektiv: Minolta Dynax 7000i + Minolta AF 50 mm
Film: ILFORD PAN F+ 50
Filmentwicklung + Scan: Urbanfilmlab

Fotofilme Aurelie und Sarandsch und Essen fotografieren | logbuch/foto

logbuch zur Kategorie Irgendwas mit Foto für die Monate Juli und August 2023. Die Fotos sind schon an anderer Stelle gepostet worden, aber heute gespickt mit ein paar Gedanken.

Analog fotografiert

Meine Fotos vom Film Aurelie sind im Juli angekommen. Es fing etwas dramatisch an, vom Fotolabor hatte ich folgenden Hinweis mit meinen Scans bekommen:

Mein Kommentar zu einer Freundin war dann „Ok / Ich darf Enttäuschung erwarten 😭“
Wie es ausgeht, erzähle ich dann in einem separaten Post zu Aurelie. Was ich schon mal sagen kann: Dass ich immer noch sehr an mir zweifle und auch sehr schwarzmalerisch/dramatisch unterwegs bin.

Im Juli wurde ein neuer Film eingelegt, der den Namen Sarandsch bekam. Im Juli habe ich damit recht viele Fotos gemacht, in Ulm und auch im Urlaub in Bayern. Vor allem von Freund:innen – was bedeutet, dass ich diese mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht auf dem Blog zeigen werde. Der Film hat aktuell noch ein paar freie Fotoplätze und diese werden gerade sehr langsam gefüllt (Technik versagt – immerhin hat das reparierte Batteriefach so 28/36 Fotoplätzen durchgehalten). Aka grad ist nicht abzusehen, wann der Film voll sein wird (oder ob er es überhaupt noch wird).

Im August hatte ich in Vorbereitung auf meine Herbstreise wieder Lust auf einen Farbfilm. Das habe ich echt schon eine ganze Weile nicht mehr gemacht. Beim Entwurfschreiben habe ich die Anzahl auf drei, vier Schwarzweißfilme geschätzt. Tatsächlich sind es schon 7 SW-Filme her :O
Noch überlegt, ob ich vorher ein bisschen Recherche machen will, welchen Film ich mir holen will… Letztlich in einen Fotoladen gestiefelt und den günstigsten gekauft. Der Günstigste war trotzdem zwei Döner wert! Ich habe schon lange keinen Film kaufen müssen, weil ich Filme auf Vorrat geschenkt bekommen hatte. Von den horrenden Filmpreise hatte ich bisher nur gehört, aber nicht gespürt – bisher. Welcome back in the real world! Und das war’s dann auch schon wieder im August, und kaum analog fotografiert.

Essen fotografiert

Vor Monaten kamen eine Freundin und ich darauf ein Projekt zu starten: Sie kocht gerne und ich darf mich ans Fotografieren wagen. Seitdem versuche ich ein bisschen zu recherchieren und zu lernen. Und ums ausprobieren komme ich natürlich auch nicht umhin. Juli habe ich versucht, ein Foto zu machen als wir in einem türkischen Café waren, hier ein Foto:

Eigentlich will ich gar nicht so viel darüber sagen, weil ich weiß, dass es noch ziemlich amateurhaft ist. Dennoch gehört es ins logbuch, weil ich ja trotzdem etwas mache und der zum Lernprozess gehört. Immerhin hatte ich verschiedene Arrangements probiert und mehrere Bilder gemacht.

Tatsächlich nenne ich es absichtlich Essen fotografieren, weil ich Food Photography zu hoch gegriffen für mich empfinde und meine amateurmäßigen Versuche kaum so nennen will. Auch wenn das im weitesten Sinne das Ziel ist. Aber der Lernprozess ist hier sehr langsam. Aller paar Wochen, und recht sporadisch, schaue ich mir Fotos in Magazinen oder im Internet oder schaue mir ein YouTube-Video an. Oder finde Fotos andere Leute auf Instagram oder Blog ziemlich schick. Wenig, aber immerhin bissi was.

Was ich gelernt habe war: Schönes Geschirr und Besteck lohnen sich! Eigentlich easy Tipp, aber erst dann gemerkt, dass unser alltägliches Geschirr nicht schick genug ist. Bei den Hintergründen und Props verlasse ich mich vorerst auf das was ich bereits habe oder leicht in der Anschaffung sind (Geschirrtücher, die farblich nicht zu crazy sind; Servietten; andere neutrale Stoffe). Im August habe ich in einem Gebrauchtwarenladen ein schönes Tellerset gesehen und gekauft. Damit habe ich auch direkt ein Foto gemacht (das mit den Edamame-Bohnen) und meine Freundin hatte anschließend kommentiert, dass sie den Teller auch ganz schick findet für Fotos. Daher: It’s a match!