Grundschullyrik

Letztes Jahr, als die Pandemie losging, arbeitete ich an einer Grundschule. Den März und April verbrachte ich die allermeiste Zeit in den eigenen vier Wänden. Gleichzeitig (oder deswegen?) hatte ich mit einer Freundin, die in der gleichen Situation war, eine Schreibwerkstatt gestartet.

Ich versuchte mich auch an die Lyrik und diese waren stark von kreativen Schreibansätzen aus der Grundschule inspiriert. Zwei meiner Schreibergebnisse, entstanden vor rund einem Jahr also, fand ich damals ganz amüsant. Und dieser Meinung bin ich immer noch, daher werde ich sie dir auch heute nicht vorenthalten. Voilà! 😀

Ein Elfchen

(Noch nie von einem Elfchen gehört? Wikipedia erklärt’s)

Schüssel
Bist halb
Offen und zu
Ist’s gut oder schlecht
Beides

 

Ein Akrostichon

(Auch unbekannt? Finde heraus, was das Besondere an ihnen ist: Wikipedia erklärt’s)

Leerraum oder Vollraum? Wer ist drin und wer bleibt draußen?
Aller Anfang ist schwer und sich langweilen soll gelernt sein
Nur die Ruhe. Sich aufregen, dass nichts kommt, ist gegenteilig
Genau das, was du im Warteraum fühlst – es ist unbezahlbar
Erfüllt es dich, dann kannst du Zeit fühlen
Willst du mit mir die Langeweile spüren?“ Wie nah du mir sein musst.
Einfach. Einfacher. Am einfachsten. Und doch so unendlich schwer.
In der Langeweile liegt die Kraft. Wer stimmt zu?
Los! ist das Todesurteil dieser Handlung. Ich sage erst mal: Los lassen.
Ende.

(Lies die Versanfangsbuchstaben von oben nach unten. Dann macht das Gedicht vielleicht ein bisschen mehr … „Spaß“ :’D)

Foto: bearbeitetes Original von Ruvim via Pexels

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