Gedanken einer Neu-Bloggerin

Es fühlt sich wie eine halbe Ewigkeit an, dass ich meine Gedanken auf dem Blog losgeworden bin. Dabei waren das in Realität nur einige Wochen. Aber verglichen zu den letzten Monaten des Jahres 2020, wo ich mich jede Woche, wahrscheinlich jeden Tag, gedanklich mit dem Blog beschäftigt habe, befanden sich seit Januar 2021 nur gähnende Leere und Desinteresse in mir, wenn ich an den Blog dachte.
Vielleicht war es das Tief nach Neujahr, das sich bis jetzt gezogen hat. Aber langsam spüre ich wieder, wie ich mich mehr um den Blog kümmern möchte! *yippie*
Ich war übrigens ein wenig überrascht, wie schnell ich dem ersten Motivations- bzw. Blogtief begegnet bin. Ich dachte, das kommt erst, wenn ich schon eine ganze Weile (= mehrere Jahre) gebloggt und schon richtig viel abgeliefert hätte, sodass ich leergeschrieben wäre. Aber jo, dann habe ich soeben mein erstes Blogtief hinter mich gebracht. Was absolut okay ist.
Ich glaube, so eine Situation könnte sehr unangenehm sein – wenn die Lust auf eine Tätigkeit, die einem eigentlich Spaß macht, einfach nicht (mehr) da ist. Ich finde, dass ich die Situation ganz gut verkraftet habe und bin davon überzeugt, dass das so war, weil ich meine Ansprüche an mich als Bloggerin in der Vergangenheit bewusst sehr weit runtergeschraubt habe (habe ich in diesem Post verarbeitet). War gut, was ich damals gemacht habe! 😀

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Als kleines Zwischenfazit zum Blog möchte ich heute (nochmal) festhalten, dass Bloggen viel Arbeit ist. Ich habe nie gesagt, dass Bloggen keine Arbeit ist, aber es ist wirklich viel. Alles machbar, aber ich brauche viel Zeit und Durchhaltevermögen – zum Beispiel zum Einarbeiten aka googlen. Es gibt so vieles, was ich beachten könnte und ich hab das Gefühl, dass ich nur „das Mindeste“ mache.
Viel technisches Zeug habe ich noch gar nicht angefasst, weil es wie ein Monstrum wirkt. Ein Beispiel: Suchmaschinenoptimierung (SEO). Nicht sicher, ob es für maipenquynh notwendig ist, aber der Gedanke daran, dass irgendein Beitrag von mir in einer Suchmaschine auf Seite 1 gefunden wird, ist schon schön hehe.
Oder ich überlege manchmal, ob ich doch einen Redaktionsplan oder sowas ähnliches machen will. Denn manchmal bin ich voll und leer zugleich. Voll mit Gedanken im Kopf, aber keiner will so richtig entlang den Nervenbahnen Richtung Fingerspitzen gleiten und so sitze ich manchmal da und schreibe … nix. Das ist auch frustrierend – da könnte ein Redaktionsplan bestimmt Abhilfe schaffen. Aber gleichzeitig ist ein Redaktionsplan auch einschränkend. Wie immer: Dinge haben Vor- und Nachteile.

Bevor ich maipenquynh gestartet habe, habe ich mir mithilfe eines Booklets strukturiert Gedanken zum Blog gemacht. Das hat mir auf jeden Fall sehr geholfen, meine Ideen zum Blog in eine Richtung zu bewegen. Und letzten Endes hat es auch dazu beigetragen maipenquynh mit Inhalt zu füllen. Erste Gedanken zu Formaten und Redaktionsplan habe ich mir da auch gemacht, aber nicht übernommen, weil irgendwas in mir sich dagegen gesträubt hat.
Aber jetzt, nachdem ich meine ersten Schritte gegangen bin mit dem Blog, möchte ich nochmal drauf schauen und sehen, ob ich immer noch so denke. Oder ob das ein oder andere aus dem Booklet sich mittlerweile ganz gut anfühlen würde auf dem schon paar Monate alten Blog.

Insgesamt viel Denkarbeit, die in so einem Blog steckt und unsichtbar ist. Es macht Spaß, nachzudenken. Aber es ist Arbeit.

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Falls du auch Bock hast auf einen Blog und neugierig geworden bist was dieses Booklet ist: Es ist ein kleiner, kostenloser Leitfaden von Kato und ihrem Projekt „Heul nicht, mach doch!“ (heulnichtmachtdoch.de). Ich hätte dir gerne das Booklet direkt verlinkt, aber die Webseite ist gerade im Umbau. Wenn die Webseite wieder online geht, werde ich es nachtragen.

Soviel aus meiner Gedankenwelt als Bloggerin.

Zum Abschluss ein Bild. Was immer geht: Tee. Bis bald!

Quelle: Foto von Lisa Fotios von Pexels

Die Uneinzigartigkeit meines Gedankens

Meine Gedanken sind nicht innovativ, alle schon mal da gewesen und im Kern von 9368573 anderen Menschen auf 9368573 Arten formuliert worden. Mich zu ihnen zu gesellen und es auf die 9368574te Art zu formulieren, ist genau richtig für mich und nicht überflüssig. Zu dieser Schlussfolgerung haben mich – natürlich – andere Menschen gebracht. Meine Gedanken sind also ganz sicher nicht neu!
Meine Gedanken sind sogar uneinzigartig und diese Feststellung war eine wahre Wohltat für mein zweifelndes Ich.
Klar, keine:r hält mich ab, dies oder das zu äußern, aber eine innere Stimme hinterfragt mich stets, ob ich das nun wirklich – wirklich! – veröffentlichen soll. „Klar, warum nicht!“ ist ein guter Gedanke, überzeugt mich aber nicht immer. Hier drei Gedanken/Fazits, die meine innere Stimme zukünftig austricksen können, wenn es sich wieder mal zu Wort meldet und mich zu der Schlussfolgerung der Uneinzigartigkeit gebracht haben.
Hoffentlich hast du bisschen Zeit, vielleicht auch ein leckeres Getränk, denn es ist bissle Text.

Fazit I: Immerwährende Themen – sie bleiben, während du dich bewegst

Es gibt Themen, die waren schon immer da und werden immer da sein. Liebe, Freundschaft, Leben, Tod, Freude, Interessen, Zweifel, Glück und Glücklichsein, miteinander sein. Und die Liste ist noch lange nicht zu Ende. Haben diese Themen einen Oberbegriff? Philosophische Themen und Fragestellungen? Auf jeden Fall sind das Themen, die schon immer Raum zum Überlegen und Diskutieren angeboten haben – und weiterhin anbieten werden. Wenn ich so darüber nachdenke, dann sind die meisten Themen immer da. Nur die technologische Ausprägung verändert sich. Ich habe das Faxgerät im Kopf, das mittlerweile doch sehr überholt ist im Vergleich zu modernen Kommunikationsmitteln (Smartphone). Aber die Kommunikation an sich ist ein Thema, das immer Bestand hat.
Das Interessante ist, dass diese Art von Themen viele Menschen unabhängig vom Alter, Geschlecht oder Biografie irgendwann mal begegnen wird. Tatsächlich wird es sogar immer eine Gruppe an Menschen und nicht nur eine einzelne Person sein, die zur gleichen Zeit dem gleichen Thema begegnen. Teilweise gehört das zur Entwicklung dazu (wie etwa Sexualität, Freundschaft, Familie, Partnerschaft in der Pubertät/Heranwachsen zum:r Erwachsenen), teilweise ist es aber auch ganz und gar unabhängig vom biologischen Alter der Person (wie etwa Sexualität, Freundschaft, Familie, Partnerschaft während des restlichen Erwachsenenlebens – bloß nicht mehr so geballt wie in den Jahren der Pubertät).

Welche Themen haben dich mal beschäftigt und tun es jetzt nicht mehr? Welche tun es immer noch?
In meiner Wahrnehmung gab es Themen, bei denen ich irgendwann das Gefühl hatte, dass ich damit durch war. Alles schon mal gelesen, gehört, gesehen – es gab nichts neues mehr. Das Thema musste weg. Ich habe das Thema abgeschlossen und mit „Ciao Kakao!“ verabschiedet. In dieser Weltanschauung bin ich die Konstante und das Thema war das Dynamische.
Durch eine Folge des Podcasts „Tired Women“ von und mit Bianca Jankovska habe ich das Ganze mal aus einer anderen Perspektive gesehen.
Nicht das Thema bewegt sich, sondern ich.
Was das bedeutet? Während ich endlich gecheckt habe, was [ein beliebiges Thema] für mich bedeutet und wie ich damit umgehe, wird eine andere Person das erste Mal mit den gleichen anfänglichen Fragen konfrontiert sein. Es könnte die Frage „Warum bin ich so neidisch auf die andere Person?“ sein oder aber „Was will ich erreichen?“. Zu jedem Zeitpunkt wird es jemanden geben, die a) mit Thema X abschließt, b) das Thema X ganz neu entdeckt und c) noch mittendrin im Thema X sein. Das Individuum bewegt sich von b über c nach a (oder kommt dort nie an), aber die Fragestellungen sind im Kern doch immer dieselben.
Zwei verschiedene Ansichten: Thema = konstant & Person = dynamisch versus Thema = dynamisch & Person = konstant. Wie du es siehst, bleibt dir überlassen.
Mir hat es geholfen, das Thema als Konstante zu sehen und mich als dynamisch zu betrachten.
Dadurch kann ich mich irgendwie freier bewegen zwischen den Themen und sehe es nicht mehr als abgeschlossene Entwicklung bei mir an. Ich kann immer zurück zu einem Thema, wenn es mich beschäftigt und ich mich dazu äußern möchte. Die Gruppe, die es interessiert, wird nicht mehr dieselbe sein, aber es wird eine Gruppe geben, die es gerne hören will.

Was ich am Ende für mich mitnehme:  Auch wenn das Thema für jemand anderes out ist, so ist es für mich gerade topaktuell und es wird auch noch andere Menschen geben, die es topaktuell finden und sich dafür interessieren. Es gibt also immer interessierte Zuhörer:innen/Zuschauer:innen/Leser:innen.

Fazit II: Die Schönheit der Wiederholung

Wiederholung ist ein mächtiges Werkzeug. Und kann sowohl zum Guten als auch zum Schlechten benutzt werden.
Die Schönheit der Wiederholung, sage ich. Welche Schönheit, fragst du dich. Ich sehe die Schönheit der Wiederholung im Lernprozess, der stattfindet.
Ich unterscheide an dieser Stelle das aktive und das passive Lernen (alles nicht fundiert und keine wissenschaftlichen Quellen, nur meine eigene Begriffsbezeichnung) und möchte vor allem auf das passive Lernen eingehen. Das passive Lernen bezeichne ich als den Lernprozess, den wir nicht bewusst angehen. Ein Beispiel wäre Werbung – ein Beispiel, das man kritisch beäugen kann. Ich greife lieber auf ein anderes Beispiel zurück, wo die Wiederholung meiner Meinung nach dazu beitragen kann, die Welt ein bisschen besser zu machen. Und zwar soll es jetzt um Instagram als Vertreter der Sozialen Medien gehen.

Ich habe mir meinen Feed zusammengebastelt. Oft ohne lange zu überlegen, ob ich einer Person jetzt folgen will oder nicht. Schnell den Account überflogen, die Bilder und die Captions. Und wenn mir der Account gefällt, habe ich ihn abonniert. Schnell baut sich da ein kleines Universum an Menschen zusammen, denen ich in meinem Feed begegne. Und ganz klar ist, dass es eine abgegrenzte Blase ist und die Meinungen sich durchaus überlappen. Und jetzt kommt die Schönheit der Wiederholung ins Spiel.

Was passiert? Person A spricht über ein (gesellschafts)relevantes Thema. Eines, das ich nicht kenne, aber spannend und wichtig finde. Nicke vor dem Bildschirm, lasse ein Like da. Das Thema hat ganz kurz meine Aufmerksamkeit bekommen, aber das war’s auch schon. Dennoch hinterlässt es eine Spur, wenn auch nur ganz klein. Ich stelle mir das vor wie einen Faden, einen Gedankenfaden, in meinem Kopf. Dieser Gedankenfaden soll gold sein und wurde gerade in meinem Kopf gesponnen. Geht aber schnell unter im alltäglichen Gedankenwusel. Irgendwann – Tage, Wochen, Monate später – taucht das Thema wieder auf. Von einer anderen Person, anders formuliert, im Kern aber gleich. Der Faden taucht wieder auf, ich spinne den goldenen Faden länger. Im nächsten Moment ist er wieder weg und verschwindet zwischen dem gelben, violetten und grünen Gedankenfaden. Die haben gerade Priorität, sind schon richtige Wollknäuel. Und das passiert immer wieder – Wiederholung eben. Der goldene Gedankenfaden wird länger, vielleicht auch bisschen dicker. Aber festhalten kann ich ihn mit meinen Händen nicht – oder ich will nicht.

Aber irgendwann passiert es: Der goldene Gedankenfaden ist zu einem richtigen Wollknäuel geworden und er ist da und ich kann ihn nicht mehr übersehen.
So viele Informationen, die in diesem goldenen Wollknäuel stecken und ich merke, dass ich mich jetzt damit befassen muss und möchte. Und so nehme ich den Wollknäuel endlich in die Hand, entrolle ihn und sehe alles auf einen Blick. Ordentlich wird er aufgerollt und so entsteht ein schön aufgerollter Wollknäuel, so wie er im Wollladen zu kaufen ist.

Der Zeitpunkt, an dem der unordentliche Wollknäuel nicht mehr zu übersehen ist, das ist der Moment der Erkenntnis, dass dieses Thema für mich relevant ist. Begonnen mit den Gedanken anderer Menschen. Und endet damit, dass ich mich genauer mit dem Thema befasse und eine eigene Meinung bilde, indem ich den Wollknäuel auseinandernehme und es langsam und konzentriert ordentlich aufrolle.
Und wer weiß, ob ich mich schon so bald mit dem Thema befasst hätte, wenn es mir nicht immer wieder begegnet werde. Durch die ungeplante Wiederholung wurde der Prozess beschleunigt. Die Wiederholung des Inhalts brachten mich zu einer Erkenntnis. Und das meine ich mit der Schönheit der Wiederholung. Beim passiven Lernen nicht danach gefragt, aber sehr hilfreich gewesen.

Was ich am Ende für mich mitnehme: Es braucht die Wiederholung, um Themen ihre Bedeutung zu verleihen. Daher bin ich gerne eine von 9368574 Wiederholungen zum ewig gleichen Thema. Ich trage damit zum goldenen Gedankenfaden bei einer anderen Person bei.
Ich habe als Beispiel meinen Instagram-Feed genutzt, aber letzten Endes ist es egal, wodurch der Gedankenfaden länger wird. Zeitung und Zeitschriften, Podcasts, Videos, Gespräche mit Menschen.

Randnotiz: Wie ich anfangs sagte, die Wiederholung ist ein mächtiges Werkzeug und ist sehr wirksam. In beide Richtungen: Sinnvoll eingesetzt oder missbraucht. Denken wir an Fake News, sehe ich klar die Gefahr der Wiederholung. Was wir als Zwischenschritt also nicht vergessen dürfen, ist zu hinterfragen. Sich mit den gegebenen Informationen auseinanderzusetzen und diese einzuordnen ist ein sehr wichtiger Schritt.

Fazit III: Das Richtige zum richtigen Zeitpunkt auf die richtige Art & Weise

Mein letztes Fazit des heutigen Texts: „Das Richtige zum richtigen Zeitpunkt auf die richtige Art & Weise“ oder auch „Richtig hoch 3“ (haha).
Den Impuls zu dieser Aussage hat mir Melina mit ihrem Text „Wie du Bücher richtig liest – und dein Leben veränderst“ auf Vanilla Mind gegeben. In ihrem Text schreibt sie, wie man als Leser:in das Meiste aus einem Buch für sich mitnehmen kann. Da ich es nicht besser als sie formulieren kann, lade ich dich dazu ein, selbst ihren Text zu lesen (dauert wenige Minuten): Melinas Text „Wie du Bücher richtig liest – und dein Leben veränderst“.
Als ich das erste Mal den Text gelesen habe, habe ich aus ihren 5 Tipps folgende 3 in der folgenden Reihenfolge mitgenommen:
#3 Mach es wie beim Buffet: Nimm alles mit, was dir schmeckt.
#1 Es ist okay, wenn dich ein Buch nicht immer fesselt.
#2 Erwarte nicht, dass der Autor dieselbe Sprache spricht wie du.

Für mich habe ich es zusammengefasst als den richtigen Inhalt zum richtigen Zeitpunkt auf die richtige Art & Weise vor die Nase zu bekommen. Es kann ein Kapitel in einem Buch oder nur ein Satz in einem Text sein, der etwas in mir auslöst. Und manchmal passen die Faktoren gar nicht zusammen und ich kann nichts mitnehmen.
Nun schreibe ich selbst Texte und wechsle damit die Rolle. Für viele Menschen werde ich keine der drei Punkte treffen können: Keine richtige Aussage, nicht zum richtigen Zeitpunkt, nicht auf die richtige Art & Weise. Es wird aber auch Menschen geben, für die wird genau das eintreffen. Es ist eine Frage des Zufalls. Und ich bin davon überzeugt, dass es immer jemanden geben wird, die:der etwas mitnehmen wird – und wenn es nur ein Satz oder ein bestimmtes Gefühl ist, das ausgelöst wurde. Dieses 9368574te Mal ist dann womöglich der Punkt, an dem bei einer anderen Person aus dem goldenen Faden der goldenen Wollknäuel wird. Der Erkenntniszustand also, von dem ich im Fazit II geschrieben habe.

Was ich am Ende für mich mitnehme: Für irgendeine Person könnte ich der finale Schritt sein, damit der goldene Faden zu einem Wollknäuel wird. Hat mich an die Liedzeilen „Tausendmal berührt, / tausendmal ist nix passiert, / tausendundeine Nacht, und es hat Zoom gemacht.“ der Klaus Lage Band (LOL).

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Die drei Fazits sind sich sehr ähnlich, aber irgendwie doch auch anders, wie ich finde.
Als Abschluss sage ich mir also:
Meine Gedanken sind nicht einzigartig, nicht neu und schon mal da gewesen (jo, ich wiederhole mich xD). Den Impuls habe ich ganz sicher von außen. Aber das soll mich nicht davon abhalten, meine Gedanken zum Besten zu geben. Ganz im Gegenteil – mit diesen drei Fazits  werde ich hoffentlich noch ganz oft meinen Gedanken den öffentlichen Raum geben.
Darauf also ein „Hooray!“ – Hooray auf die Uneinzigartigkeit meines Gedankens.

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Und wenn du bis hierher gelesen hast, Chapeau und spüre meine Dankbarkeit und Freude darüber – ich weiß wie ich manchmal aufstöhne, wenn ein langer Text vor mir liegt. Obwohl der Inhalt mich interessiert (ich gehe davon aus, dass du ihn aus Interesse gelesen hast), so ist es dennoch Arbeit einen langen Text zu lesen. Und ich hoffe, dass er inhaltlich verständlich war :‘)

Foto von oben nach unten von Ian Panelo, Sameera Madusanka und Min An (von mir bearbeitet) von Pexels

Plan 1.1: Au revoir „Regelmäßig tiefgründige Texte“

Upsi! Zu hohe Erwartungen gehabt – das habe ich jetzt auch erkannt.
Letztes Mal habe ich von meiner Erkenntnis geschrieben, dass das Schreiben irgendwie nicht so easy peasy ist wie ich dachte.  Es gab einen Plan – ich nenne ihn Plan 1.0 – den ich überdenken will. Meine Erwartung ganz am Anfang?
Regelmäßige Posts (1x/Woche), die „komplexere, tiefgründige“ Themen beleuchten sollten. Und wenn es mal mit diesen „komplexen, tiefgründigen“ Themen nicht klappt, dann kann ich mal was „seichtes“ schreiben und posten. Sowas wie: Das habe ich gemacht und habe dabei dies gelernt. Oder: Das ist mir heute passiert und muss ich allen erzählen. So Tagebuch-mäßig.
Warum aber dieser Druck mit der Regelmäßigkeit und der „Tiefe“? Tja, so ganz genau weiß ich es (noch) nicht. Aber ich drösel es jetzt mal auf:
Achja: „tiefgründig“ und „seicht“ bisher in Anführungszeichen, weil das subjektive Bewertungen sind – ab jetzt lasse ich die Anführungszeichen weg.

Punkt 1: regelmäßig

Der eigene Blog ist ein Projekt, das ich mir schon lange vorgenommen habe. Dieses Jahr hab ich es endlich umgesetzt – darauf bin ich saustolz. Aber zum Projekt Blog gehört nicht nur die Erstellung eines Blogs. Vor allem „lebt“ ein Blog, indem er mit Inhalt gefüllt wird – den Posts, die veröffentlicht werden. „Da passiert was!“ Sonst ist so ein Blog eher tot (genauso wie Podcasts, YouTube-Kanäle und Instagram-Accounts sowieso).
Wäre mein Ziel gewesen eine Webseite zu erstellen, dann wäre die Frage nach regelmäßig neu erscheinenden Posts nicht so relevant. Eine Webseite ist eher Werbung und muss nicht so regelmäßig mit neuem Zeug gefüttert werden. Aber ich hab mich für einen Blog entschieden und dazu gehört neuer Inhalt. Und das regelmäßig, weil ich finde, dass es einfacher ist, mir vorzunehmen in regelmäßigen Abständen etwas zu posten als „wenn mir mal danach ist“. Gerade bei einem Blog endet es leider öfter als gewollt in „irgendwie schon lange her, dass ich was gepostet habe – jetzt ist’s auch egal“. Und damit ist der Blog hopps, aufgegeben. Mit der selbst auferlegten Regelmäßigkeit habe ich mich ein wenig zu meinem eigenen Glück gezwungen (hehe).
Mir war also klar, dass der Blog regelmäßig meine Aufmerksamkeit braucht, falls ich will, dass er nicht bald scheitert. Aber mir war nicht klar, dass diese Aufmerksamkeit durchaus Arbeit und Anstrengung bedeutet. Und 1x/Woche war offenbar wohl doch ziemlich hoch angesetzt, hehe.

Punkt 2: tiefgründige Texte

Ich habe keine Vorstellung, was mit tiefgründig genau gemeint ist. Aber im Allgemeinen hat jede:r ein vages Bauchgefühl dafür, was das bedeuten könnte.
Es gibt Textsorten, die sind eher schnell geschrieben, weil sie inhaltlich nicht besonders komplex sind. Wenn ich Tagebuch schreibe, dann kommt’s direkt aus dem Hirn aufs Papier.
Und es gibt Themen, die komplex sind und/oder kontrovers diskutiert werden, die mich saumäßig interessieren und zu denen ich mir gerne eine Meinung bilde und diese anschließend teilen will. Mir war bewusst, dass Recherche zeitaufwendig ist. Aber mir war nicht bewusst, welchen Gedankenstrudel sie in meinem Kopf auslösen – nur beim Versuch einen (1!) Gedanken auf Papier zu bringen und bevor die Recherche überhaupt begonnen hat. Da muss viel sortiert werden! Und das bedeutet Zeit. In Kombination mit Punkt 1: schwierig.
Das Gegenteil von tiefgründigen Texten sind meine Logbuch-Posts, wo ich von aktuellen Projekten und Erkenntnissen schreibe. Damit sind seichte Texte gemeint, denn meine Erfahrung will und muss ich nicht von vielen Seiten beleuchten.

maipenquynh/Plan 1.1

Ich musste also ein paar Schritte zurückgehen, dort hin, wo die Entscheidung getroffen wird, wie oft und was ich posten möchte. Plan 1.1 für maipenquynh:
Ich werde den Rhythmus entzerren bzw. flexibler machen.
Und das war’s dann auch schon. Was den Inhalt angeht, möchte ich mich nicht entscheiden und keine Gewichtung geben. Es wird wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass es mehr seichte Texte sein werden, wie die Logbuch-Texte zu meinen Interessen und Hobbys. Obwohl ich an den komplexeren, meiner Meinung nach gesellschaftsrelevanteren, Themen sehr interessiert bin. Dennoch habe mich entschieden, dass die Regelmäßigkeit – der lebende Blog – mir gerade wichtiger ist als der Inhalt.

Plus: Manchmal finden sich auch in seichten Themen und dem Nachgehen von Hobbys sehr interessante Erkenntnisse, die auf der gesellschaftlichen Ebene relevant sind. Beispiel? Allein dieser Post könnte folgende gesellschaftlichen Themen anschneiden: Perfektionsdruck, (zu hohe) Erwartungen an sich selbst, Lernprozess. Und so kann ich manchmal eine Brücke schlagen zwischen seicht und tief(gründig). Heute gehört der Text aber beiden Kategorien an: Logbuch und Allgemein (will ich irgendwann auch mal ändern).

So, und mit diesem Text haben sich wieder zehn neue Gedanken eröffnet. Ich werkel mal an den nächsten Gedanken… vielleicht wird daraus eine ganze Reihe an Posts zum maipenquynh/Plan 1.1 😀