Ein paar Blogziele zum Anfang des neuen Jahres habe ich mir gesetzt und für mich notiert. Ich erwähnte es auch im Blog-Jahresrückblick 2025: Für dieses Jahr sind ein paar andere Projekte aufgepoppt und der Blog muss und darf noch seinen Platz für dieses Jahr finden. Der Januar war recht ruhig und mir geht es gut damit. Auch eine schöne Beobachtung.
Ich gehe meinen Feedreader-Speicher durch und kommentiere Blogposts, für die ich mir die Zeit nehmen wollte oder schreibe mir Medientipps in mein persönliches System auf. Langfristig fände ich es schön, wenn der Speicher kleiner wird und dann auch so bleibt (Anfang des Jahres hatte ich über 60 gespeicherte Blogposts).
Ich habe mein Notizsystem etwas schleifen lassen, in dem ich bisher Gedanken oder Aktivitäten bzgl. des Blogs geloggt habe. Da muss ich mal schauen, ob ich das alte System wieder aufnehmen möchte oder ein neues ausprobieren will.
Das war’s auch schon. Nun noch eine Auflistung der Blogbeiträge der vergangenen zwei Monate.
Immer zum Jahreswechsel werden neben Rückblicken in Worten auch Rückblicke in Form von Statistiken geschrieben. Im Kopf bleiben mir die statistischen Rückblicke von bullion and Nummer Neun. Ich habe diese Posts mit Zahlen stets bewundert. Und dann hatte ich auch Lust drauf.
In Vorbereitung des Jahresrückblickes für 2025/26 habe ich am 11.01.2025 einen Status Quo erhoben. Irgendwo musste ich ja anfangen. So kamen ein paar Zahlen zusammen und einige Topliste-Ideen kamen mir während des Schreibens ebenso. Ich hatte damals alles hier als Entwurf reingehauen, worauf ich Lust hatte und wo ich dieses Jahr möglicherweise gerne eine Vergleichsbasis hätte. Dann kam es aber nie zur Veröffentlichung.
Ein Grund waren meine Sorgen, was mir diese Zahlen bedeuten würden. Oder wozu ich die Zahlen erheben und zeigen wollte. Ich hatte die Befürchtung, dass ich zu viel Wert in die Zahlen legen oder eine Überinterpretation von Zahlen machen würde. Dass ich mich mit Anderen auf eine destruktive Weise vergleichen würde. Ohne Frage, ich werde mich vergleichen und wo möglich mich in Relation setzen. Aber ich will nicht, dass die Zahlen mich oder irgendjemand anderes belasten. Zahlen dürfen motivieren, aber nicht fertig machen. Und auch wenn sie einen Trend oder Entwicklung aufzeigen (können), werden sie mir wahrscheinlich in den wenigsten Fällen die wichtige Frage zum Führen eines Blogs beantworten: Macht es Spaß zu bloggen?
Ich bin gespannt, was die Zahlen langfristig mit mir machen werden und ob es weiterhin eine spaßige Sache bleibt. Denn bereits 2024 hat es mir Spaß gemacht, die Zahlen zu sammeln. Und jetzt, im zweiten Jahr sehe ich Veränderung und nehme sie wahr. Natürlich machen die Zahlen etwas mit mir. Über einige freue ich mich, über andere bin ich traurig. Aber ich habe keine (großen) Schlussfolgerungen gezogen und Ziele gesetzt, die es zu erreichen gibt. Sicherlich, einige Ergebnisse werden in meinem Kopf hängen bleiben. Aber im Großen und Ganzen: Kein Druck die Zahlen zu erhöhen/erniedrigen. An dem Grundsatz, dass das alles hier Spaß machen sollte, ändert sich nichts.
So, und mit diesem ganzen Vorgeplänkel, der mir aber wichtig war, fangen wir erst mal mit den Zahlen von 2024 an, die ich nun verspätet veröffentliche und als Vergleichsbasis für 2025 dienen sollen. Im Anschluss gibt es dann die Zahlen von 2025.
2024
Stand der Dinge: 11.01.2025
Außer den Zahlen habe ich mir nichts notiert. Da das die ersten erhobenen Zahlen sind und ich im Nachhinein den Zahlen keine falsche Worte in den Mund legen will, werde ich weitestgehend keine Rückschlüsse und Gefühlsregung beschreiben (d.h. jeder Kommentar ist noch Original vom 11.01.2025).
Beiträge
veröffentlichte Beiträge: 66
im Durchschnitt macht das 5,5 Posts/Monat
Format nur ein bild (only one picture): 12
Format Internetfunde: 5
Format Blogger’s life: 2 (wenn’s regelmäßig kommt, sollten es 6 pro Jahr sein)
Inhaltsreiche Beiträge zum Thema Bibliothek & Bücherei: 4 (exklusive 1 Post = nachgereichtes Foto)
Inhaltsreiche Beiträge zum Thema stopfen: 8
Reparaturwerke gezeigt auf dem Blog 2024: 12,66 (lol)
Kommentare: 90 (davon ist die Hälfte von mir; exklusive Pingbacks)
Emoji-Reaktionen (aktiviert ab ca. 02.02.2024): 85
Followerschaft
Feedreader Feedly: 1
Feedreader inoreader: 2 (-1 = ich)
Instagram Follower: 54
Bei inoreader -1 = ich bedeutet, dass ich mir selbst folge, um zu sehen, wie die Beiträge aussehen im Reader. Ich mache mir im Detail damit möglicherweise die Statistik etwas kaputt.
Andere erwähnenswerte Dinge
Liebling repariert in 2024 (gezeigte Reparaturen von vor 2024 sind ausgeschlossen): Sporthose
Sonstiges: Über Mich-Seite Update
2025
Beiträge
veröffentlichte Beiträge: 114 (+48)
im Durchschnitt macht das 9,5 Posts/Monat (+4)
Format nur ein bild (only one picture): 8 (-4)
Format Internetfunde: 10 (+5)
Format Blogger’s life: 7 (wenn’s regelmäßig kommt, sollten es 6 pro Jahr sein; durch einen Rhythmuswechsel einer mehr als erwartet)
Format fotolog: 5 (neu)
Fotoessay: 5 (neu)
Inhaltsreiche Beiträge zum Thema Bibliothek & Bücherei: 4 (+/-0)
Inhaltsreiche Beiträge zum Thema stopfen/reparieren: 1 (-7)
Reparaturwerke gezeigt auf dem Blog 2025: 1 (-11,66)
Erstellte GIFs: 0 (-2)
Instagram Posts: 44 (+4)
Ich habe mehr als 100 Beiträge geschrieben – das hatte ich nicht auf dem Schirm und bin positiv überrascht. 51 davon gehen auf das Format FP365 Wochenliebling. Da dieses aber dem Fotoprojekt 365 zugehörig war, das ich dieses Jahr nicht fortsetze, sollte es dieses Jahr wegfallen.
Das Format nur ein bild (only one picture) hatte im Laufe des Jahres keinen Grund mehr – ich habe alle Fotos, die ich in diesem Rahmen zeigen wollte, aufgebraucht und diesen Fotopool noch nicht wieder gefüllt. Ich bin guter Dinge, dass ich den Pool mit zu zeigenden Fotos mit Zeit fürs Sichten und Fühlen wieder füllen wird.
10 Ausgaben Internetfunde – auch wenn der Rhythmus nicht vorhersehbar ist, so macht es mir augenscheinlich weiterhin Spaß diesen zu befüllen. Blogger’s Life ist ein recht stabiles Format. Diese Abfrage werde ich wahrscheinlich nicht nochmal aufnehmen, weil die Anzahl der Ausgaben pro Jahr gesetzt sind (6).
Neue „Formate“ oder Kategorien/Schlagworte sind der fotolog and Fotoessay. Der fotolog wurde gut gefüllt durch das FP365. Ich bin gespannt, wie ich dieses Jahr mit diesem Logbuch umgehen werde oder wie sich dieser füllt, wenn kein so großes Projekt mehr dabei ist. Ich erwähnte es im Blog-Jahresrückblick: Mehr Fotoessays! Ich habe retrospektiv einige Beiträge in Fotoessays eingeordnet, als ich meine Kategorien und Schlagworte aufgeräumt habe. Als ich die Posts gezählt habe, habe ich gemerkt, dass ich noch nicht ganz zufrieden bin mit der Definition eines Fotoessays auf meinem Blog und wann ich einen Post darunter verbuche.
Herzensthemen für den Blog sind Büchereien and Reparaturen. Deshalb fragte ich dediziert diese Themen ab. Das war Anfang 2025 so, und ist es Anfang 2026 weiterhin. Ich würde gerne meinen Blog mit diesen Interessen verbinden. 2025 hat es nicht gut geklappt. Bei 2026 bin ich nur wenig optimistisch – denn vielleicht war es einfach nur eine Schnapsidee, diese Sachen miteinander zu verbinden und eigentlich gehört das nicht so? Bisher ist „organisch“ noch nicht so viel gewachsen…
GIFs waren eine Spielerei des Jahres 2024 – wahrscheinlich fliegt dieser Wert raus für 2026.
Interaktionen
Kommentare: 410 (+320) (davon ist die Hälfte von mir; exklusive Pingbacks)
Emoji-Reaktionen: 297 (+212)
Sich nicht über diese so positive Veränderung zu freuen, geht eigentlich nicht. 205 Kommentare aus der Leserschaft und 297 Reaktionen – das ist mega! Vielen vielen Dank hierfür ♥
Followerschaft (Stand 11.01.2026)
Feedreader Feedly: 7 (+6)
Feedreader inoreader: 3 (+1) (-1 = ich)
Instagram Follower: 61 (+7)
Ich habe mal zwei RSS-Feedreader aufgenommen. Feedly scheint von vielen genutzt zu werden, daher taucht es hier auf; und inoreader nutze ich selbst. Dass ich bei Feedly 6 neue Follower habe, hat mich staunen lassen. Irre tolles Gefühl, dass mehr Leute mich in ihrem Feed haben! Das ist also diese Liebe/Obsession um Followerzahlen xD
Andere erwähnenswerte Dinge
Liebling repariert in 2025: Stoffhose (gezwungenermaßen – war das Einzige)
Sonstiges: Blogroll erstellt, Navigation erstellt
Google Search Console
Es ist immer wieder interessant in die Google Search Console reinzuschauen. 626 Menschen haben auf meinen Blog geklickt. Und fünfundsechzigtausend (!?) Impressionen – so oft bin ich also in der Google Suche aufgetaucht. Ich kann das nicht wirklich einordnen – aber hey, es ist eine dreistellige Klickzahl und eine fünfstellige Impressionenzahl. Was will ich mehr? Dadurch ergibt sich die Durchschnittliche Klickrate (CTR) (grün). Und orange ist die durchschnittliche Position in der Suche. Also mit Position 14,7 nicht in der Top 3 auf Seite 1! *große Enttäuschung* xD
Und gleichzeitig frage ich mich: Haben sie gefunden, was sie suchten? Da bin ich mir nicht so sicher. Dazu jetzt mehr.
Top 5 der häufigste Suchanfragen und häufigste Seiten
Wenn ich jetzt so reinschaue, nach was gesucht wurde und welche Seiten angezeigt wurden, wir es interessant.
Ich wurde häufig gefunden bei der Suche zur Reparaturmethode „Scotch Darning“. Verschiedene Varianten davon belegen das Siegertreppchen. „Bücherei und Bibliothek“ ist als Nicht-Reparaturmethode in die Top 5 gekommen. In den Top 10 fanden sich noch „Caffenol“ und „365 Tage Foto Challenge“.
Entsprechend wurde die Seite zum Schlagwort Scotch Darning am meisten geklickt. Die Diversität auf den Plätzen 2 bis 5 freuen mich.
Und ich würde auf meine selbst gestellte Fragen „Haben sie gefunden, was sie suchten?“ nur mit einem „nicht ganz sicher“ beantworten. Wenn ich nach Scotch Darning suche und auf die oben genannte Seite klicke, bekomme ich keine technischen Informationen zum Scotch Darning, also keine Anleitung. Ich fänd’s enttäuschend. Naja, ist eh nur Position 7,1.
Aufrufzahlen via Statify
Ich benutze das Plugin Statify, um Aufrufzahlen zu zählen.
Disclaimer
Die Zahlen scheinen aber anders gezählt zu werden als bei anderen Statistikdiensten. Die schnelle Recherche erklärt nur: Bei Statify werden die Seitenaufrufe, nicht die Anzahl der Besucher:innen gezählt.
Meine Annahme, dass die Zahlen anders gezählt, beruhen auf die oben genannten Blogger bullion und Nummer Neun als meine Referenz. Im Vergleich zu den beiden Blogs ist mein Blog definitiv kleiner im Sinne von unbekannter. Das mache ich einerseits anhand ihren Google Search Console Zahlen, und andererseits an der Anzahl ihrer Abonnent:innen (wo angegeben) fest. Dennoch sind meine Aufrufzahlen exorbitant hoch im Vergleich zu den Aufrufzahlen der Beiden. Schon komisch.
Letztlich nehme ich die Zahlen von Statify erst mal so an und muss sehen, wie ich diese Zahlen langfristig einordnen werde. Ich werde mich zumindest über die Zeit mit mir selbst vergleichen können (oder mit Anderen, die auch Statify nutzen).
Seitenaufrufe
Ich habe die Seitenaufrufe pro Monat aufgetragen. Nur bei September muss ich hinzufügen, dass ich die Werte als Ausreißer gewertet habe (viel zu hoch ohne Grund?!). Ich habe nicht wirklich viel Ahnung von Statistik, wollte das aber nicht so stehen lassen. Ich habe mir den Median aus allen Monaten berechnen lassen und den Median dann für September genutzt (der gezählte Wert in Statify ist 4,5 Mal so hoch wie der Median). Das sind Aufrufzahlen im fünfstelligen Bereich – oha. Aber um sie in Relation zu stellen, brauche ich weitere Zahlen und so lass ich die Zahlen für 2025 so stehen ohne weitere Auswertung.
Top 5 anhand von Aufrufzahlen
Die Aufrufzahlen pro Beitrag werden auch gezählt. Hier also die Top 5 via Statify:
Über Platz 1, 2 und 5 freue ich mich, sind das doch eher Posts, die ich mit einem Gefühl verbinde, wenn ich die Titel lese. Für mich wirkt Platz 3 etwas random – der Wochenliebling 16 sticht in keiner Form heraus (nicht böse gemeint) und ich frage mich, weshalb es auf seinem Platz sitzt.
~
Und damit bin ich am Ende angekommen.
Wenn du bis hierher gelesen hast: Chapeau! Und vielen Dank für das Interesse an den Zahlen 😀
Es ist das zweite Jahr, dass ich einen Blog-Jahresrückblick mache und wir haben das erste Januardrittel schon hinter uns gelassen aka ich bin im Vergleich zu den meisten Rückblicken spät dran. Während andere schon diverse Jahresrückblicke hinter sich gebracht haben, fange ich erst an 😀
Das war im ersten Jahr genauso und ich habe so ein vages Bauchgefühl, dass das einfach meine Herangehensweise ist. Mein Kopf benötigt die ersten Januartage, um selbst im neuen Jahr anzukommen und vorher will ich noch nicht aufs alte Jahr zurückblicken. Bevor es tatsächlich zu spät wird, schaue ich nun zurück. Ich bin gespannt, was ich 2025 o gemacht und wieder vergessen habe.
JANUARY
Erstmalig gibt es einen Jahresrückblick für den Blog. Der hat mich überzeugt auch einen für 2025 zu schreiben und hier sind wir also! Ich habe meine Eindrücke von der Stadtbücherei Malmö geteilt und erzähle von einem neuen Objektiv, das uns Fotos von der Herbstsonne schenkt (passenderweise im Januar, wo der Winterblues nicht weit ist). Am letzten Januartag veröffentliche ich meinen letzten bilingualen Beitrag und von da an bin ich nur noch einsprachig auf deutsch unterwegs. Neben dem Abschied erzähle ich was ich bisweilen gelernt habe, meine Beiträge auf deutsch und englisch zu veröffentlichen. Ich entdecke die WordPress App (late to the party?!) und binde zwei Plugins ein.
FEBRUARY
Erst im Februar schaffe ich es über das Fotoprojekt 365 (FP365) zu erzählen, das ich bereits am 5. Januar begonnen habe. Ich startete ein Format, wo es um meine fotografischen Erlebnisse und Erkenntnisse gehen soll, den fotolog. Der hat bis heute keinen klaren Rhythmus. Es geht fotografisch weiter und die ersten zwei Wochenlieblinge aus dem FP365 werden gewählt und gekürt. Das habe ich dann recht konsequent weitergeführt und erwähne sie im weiteren Verlauf des Jahresrückblicks nicht mehr. Im Februar veröffentliche ich drei nur ein bild (only one picture)-Beiträge (Caféblick auf Vietnam, Von Regen zur Perle and Bemooste Steinlaterne) und ich mag das Format immer noch sehr gerne – die Fotos sowieso. Ich hatte schon vergessen, was ich zum Caféblick auf Vietnam erzählt hatte und eben habe ich mich wieder gefreut. Nach dem ersten fotolog gibt’s nach 40 Tagen die ersten Erkenntnisse aus dem Projekt. Der Februar wurde bei mir damals, als Februar/März war, als Blog-intensiver Monat verbucht.
MARCH
Andere gönnen sich ein Tiramisu zum Nachtisch, ich gönne mir eine Hose mit einem offenen Schritt und der Bitte, diese zu reparieren. Mit dem sogenannten Matratzenstich konnte ich der Bitte nachkommen. Das J in Türklinke ist eine Erinnerung an einen Fotowalk in Marburg, wo ich zu spät wieder bemerkte, dass das Objektiv klemmte und mir damit nicht die beste Partnerin war für den Ausflug. Nachdem mir während des Jahresrückblicks eingefallen ist, dass ich 2024 vom Classic-Editor auf den Gutenberg-Editor umgestiegen bin, habe ich den Status Quo von 2024 und 2025 dokumentiert und ein Fazit gezogen. Wie aus Regen Perlen werden, erfahre ich als ich Portraits eines Blattes machen will. Und ich romantisiere trocknendes Geschirr auf vietnamesischen Straßen und nenne es ihren wohlverdienten Feierabend. Außerdem habe ich die Schlagwörter und Kategorien aufgeräumt und ich habe bis jetzt nicht das Bedürfnis, es wieder aufzuräumen. Man könnte also daraus schließen, dass es eine nachhaltige Aufräumaktion war 😀
APRIL
Im April denke ich laut darüber nach, worin der Unterschied zwischen den Wörtern Bücherei und Bibliothek. Auch erzähle ich davon, dass ich mich gerne um 180° drehe, während ich spaziere oder wandere, weil ich sehen will, was gefühlt nur mein Rücken sieht. Durch das Thema „Erinnerungen“ aus dem Projekt 52 mache ich ein Portraitfoto meines Festnetztelefons (das damals noch funktionierte) und schwelge in schöne Erinnerungen an meine jungen Jahre als Kind und Teenie mit einem Festnetztelefon. Von einer Autopanne an einem Freitagnachmittag erzählt ein Foto eines Autospiegels, der Wolken und DHL zeigt. Außerdem habe ich es endlich geschafft einen Blogroll zu erstellen.
MAY
Es gibt ein paar Makrofotos (man merkt, der Frühling ist da!) und ich erwähne, dass ich mit Caffenol analog entwickelt habe. Das stößt auf einiges Interesse, was mich freut. Nachdem ich die Erlaubnis bekommen habe, gibt es ein paar Fotos der Stadtbücherei Würzburg, die ich mal besucht hatte und bringe so neben den Eindrücken in Textform auch ein paar visuelle mit. Ich rekapituliere 40 Tage Smartphone im Projekt 365 und vermisse meine Fotokamera, die wirklich nur das kann: fotografieren.
JUNE
Im Juni entscheide ich sehr spontan, dass ich mit den Wochenliebling näher an die Gegenwart kommen will und nicht mehr so stark im Verzug sein möchte, sodass ich die Veröffentlichungsfrequenz im Juni erhöhe und so 9 Wochenlieblinge poste. Darüber hinaus frage ich mich nur, wie du aussiehst, wenn du schreibst? Jürgen, ein 365 Projekt-Mitstreiter, hat mir ein paar Fragen gestellt – zu meinem Umgang mit dem Projekt, aber auch generell zur Fotografie – und ich habe geantwortet.
JULY
Der Juli stand ganz im Stern meiner Japanreise von 2023. Das war eine 13-teilige Reiseberichtsserie mit Eindrücken und Erinnerungen von den einzelnen Orten, die wir besucht hatten; und andererseits auch analoge Fotos, die auf der Reise gemacht wurden. Hier ist der erste Teil. Dazwischen erzählte ich von meinem ersten Mal mit Caffenol entwickeln, das auch als Bericht zu verstehen und keineswegs als Anleitung zu lesen ist. Dafür haben wir zu freestyle gearbeitet.
AUGUST
Die Japanreise setzt sich fort und kommt schlussendlich auch zum Abschluss.
SEPTEMBER
Fotografisch blicke ich auf die Sommermonate Juni bis August und präsentiere meine Notizen zum Projekt 365.
OCTOBER
August und September sind vergleichsweise ruhig – die Schuld trägt die Urlaubsvorbereitung für die Reise, die Ende Oktober ansteht. So richtig viel mehr wird es im Oktober nicht, aber Zeit, um den 5. Geburtstag dieses Blogs zu feiern gibt’s auf jeden Fall; und eine Woche mit der Camp Revue passieren zu lassen, schaffe ich auch noch. Ich habe mich sogar getraut, eine Liste von Dingen zu schreiben, mit Dingen, zu denen ich noch gerne schreiben und veröffentlichen will. Hier nochmal die lose Liste: Third Places, meine Vorlesepatenschaft (Ehrenamt), über Repair Cafés (Interesse und Ehrenamt), meine Fotos von meiner Vietnamreise 2024, Pflege von Eigentum. Ich habe noch nichts geschafft, aber sie sind noch in meinem Interesse und an einigen bin ich sogar schon dran hehe
NOVEMBER
Im vorletzten Monat mache ich meine zweite Aufholjagd was die Wochenlieblinge angeht. Ich hab’s durchgerechnet: ich sollte mit dem Ende des Jahres auch zum Ende mit den Wochenlieblingen kommen. Auf der Japanreise 2023 habe ich auch einige fotografische Erkenntnisse mitgenommen und so ziemlich zwei Jahre später werden diese verbloggt.
DECEMBER
Nachdem ich letztes Jahr noch gerätselt habe, wie andere Menschen es schaffen so viele verschiedene Plätzchensorten gleichzeitig in der Plätzchendose zu haben, habe ich es tatsächlich selbst dieses Jahr geschafft: Mit einer Freundin habe ich einen Backmarathon gemacht und sieben Plätzchensorten waren’s am Ende.
Ziele für das Blogjahr 2025 erreicht?
(ich habe eine interne Zielliste)
Achieved: die Japanreise 2023 verbloggt // fotolog als neues Format etabliert // Formate Internetfunde und Blogger’s life weiterhin geführt // Bilder für den Bloggeburtstag gemacht // Tag- und Kategorien-Struktur aufgeräumt // Blognavigation angepasst // Blognetzwerk gelebt: wie gewohnt gelesen und reagiert, und neue Blogs entdeckt // Daten gesammelt für einen statistischen Rückblick
Bisschen geschafft: Fotoserien / Fotoessay schreiben (so wie Von Regen zur Perle) // Format nur ein bild aufrechterhalten (hat zum Ende komplett abgenommen)
Not achieved: dedizierte Schreibzeiten haben // mehr Handarbeit zeigen: generelle Handarbeiten, reparieren und stopfen // Blogfahrplan aufrecht erhalten
Nicht geplant, hat sich durchs Jahr entwickelt und finde ich super: das Fotoprojekt 365 geschafft!!!
Tschüssikowksi 2025
Letztes Jahr schrieb ich: „… habe ich Anfang 2025 trotzdem das Gefühl, dass viele Themen zu kurz kamen. Allen voran die Fotografie“. Das kann ich nun wirklich nicht für 2025 sagen – das war voller Fotografie. Vielleicht einen minikleinen Ticken zu viel. Oder zu viel von der Art, die ich nicht gesucht habe. Ein Jahr später und ich weiß: Es geht mir wohl darum, was ich mit den Fotos here mache und nicht darum, dass ich mehr Fotos mache.
Gefühlsmäßig geht mein Blogjahr 2025 als gutes Jahr in die eigenen Bloggeschichtsbücher ein. Es war nicht so krass gut wie 2024 (ich beschrieb es als wunderbares Blogjahr), wobei ich da etwas differenzieren muss: die erste Jahreshälfte fühlte sich noch nach der Aufregung des Jahres 2024 an, ab der zweiten Jahreshälfte verlagerten sich die Schwerpunkte meines Lebens auf außerhalb des Blogs. Das sehe ich jetzt auch gut an den Posts, die ich in den jeweiligen Monaten veröffentlicht habe. Das Wachsen, das ich mit 2024 verbinde, verlangsamte sich. Das ist irgendwie schade, denn das Momentum war toll. Aber dann ist es auch okay. Vielleicht sollte ich auch aufhören, 2025 zu sehr mit 2024 zu vergleichen und kann sagen: Ich bin glücklich und zufrieden mit meinem Blogjahr 2025.
Es war mir auch 2025 wieder eine Freude mit dir und euch in den Austausch zu treten. Freude über die bekannten Gesichter, aber auch Freude über neue Gesichter. Es hat sich alles sehr schön organisch entwickelt und es ist wirklich eine sehr angenehme und interessante Blognachbarschaft, in der ich bin. Ich bin gerne unterwegs in meinem Feedreader und lade auch gerne zu mir ein. Ich hoffe, dass das weiterhin so bleibt und inmitten der verrückten Welt (des Internets) dieses Fleckchen Wohlgefühl uns erhalten bleibt. Danke! 🐧
Und für 2026?
Tatsächlich ist es so, dass ich für dieses Jahr recht überraschend andere Freizeitaktivitäten reinbekommen habe, die mir wichtig sind und Priorität haben (ich wurde gefragt bei anderer Menschen Projekten zu unterstützen). Auf diese freue ich mich – gleichzeitig ist nicht klar, wie viel Zeit und Raum sie einnehmen und entsprechend von der Blogzeit „wegnehmen“ werden. Daher habe ich dieses Jahr gar nicht so viele Hummeln im Po wie letztes Jahr, was den Blog angeht, und gehe es geschmeidig an. Was ich in dem Zusammenhang also schön fände, wäre dass ich halbwegs regelmäßig was poste und weiterhin jeden Monat was von mir kommt.
Was ich angehen will, ist das Blogoutfit. Ich habe nicht mehr viel geändert seitdem ich den Blog 2021 ins Leben gerufen habe und so langsam finde ich es an einigen Stellen nicht mehr ganz rund. Dem äußeren Erscheinungsbild würde ich gern einen neuen Anstrich verpassen.
Das, was ich 2025 nicht geschafft habe, nehme ich mit in dieses Jahr: Ich versuche mich weiterhin daran, dedizierte Schreibzeiten zu haben, um Gedanken zu Ende zu denken. Fotografisch wünsche ich mir mehr Fotoserien / Fotoessays und hoffe, die Fotos aus dem Fotoprojekt 365 sichten und kuratieren zu können. Und was in den Bereich Wundertüte (weitere Hobbys) fällt, von denen ich hier gern mehr sehen will, sind: mehr Reparaturen and mehr Büchereien. Wobei ich mich bei beiden frage, wie das genau aussehen soll. Der Wunsch mehr zu zeigen ist da, aber in welcher Art und Weise ist mir noch ein kleines Rätsel.
Das war also meine kleine Wunschliste für das Blogjahr 2026 📜
Und damit: Aus die 🐭
Die gezeigten Fotos entstammen dem Fotoprojekt 365 und zeigen jeweils ein Foto des jeweiligen Monats. Aber es sind not meine Lieblinge des Monats (nur die Zweitlieblinge); die Lieblinge habe ich mir für den fotografischen Rückblick aufgespart 😀