Internetfunde (17)

💻 | 📬 Auf verlorenem Posten

Durch eine Verlinkung von Nummer Neun kam ich zu dieser Odyseebeschreibung: Wer mal überlegt hat sich ein Postfach zu holen, z. B. um diese im Impressum anzugeben, sollte sich das nochmal guuuut überlegen. Mark erzählt von seinem Postfachabenteuer – von der Bestellung bis hin zur Kündigung. Auf dem Weg gab es ein paar Dinge, wie Dinge nicht funktionierten und er auf verlorenem Posten stand. Und während ich mir das durchlese, kann ich gar nicht mehr aufhören das hier zu machen: 🤦‍♀️.

💻 | 📖 Liste Registrierung aus der Ferne

Durch den Schreiblehrling kam ich auf diese coole Webseite: Eine „Sammlung von Bibliotheken, bei welchen eine Registrierung aus der Ferne erfolgen kann.“ Der Untertitel dieser Seite beschreibt die Liste perfekt. Für all diejenigen, die die Onleihe anderer Büchereien nutzen wollen. Aus welchem Grund auch immer. Überhaupt hat David Wehrle auf dem Blog Bibhub einige interessante Listen rund um Büchereien zur Verfügung gestellt.

💻 | ⚔ Alles ist gebackupt. Nur der Zugriff nicht.

In Internet findings (4) gab es bereits einen Link zu einem Post über digitalen Nachlass. Zuletzt machte mich Miss Booleana wieder auf dieses Thema aufmerksam und schickte mich zu einem sehr realen Bericht von Frank Neumann-Staude wie seine Frau nicht an notwendige Dokumente kam, um ihn zu versorgen und unterstützen als er es selbst nicht für sich konnte.

Habe ich seit Internetfunde (4) was gemacht? Natürlich nicht. Wie lange es wohl noch dauern wird, dass ich mich ernsthaft diesem Thema widmen werde? Ich weiß es nicht. Aber ich hoffe nicht zu spät. Aber da ist sie wieder, diese Hoffnung, dass man das schon rechtzeitig machen. Rechtzeitig ist jetzt. Verdammt.

💻 | 🎒 moralische Notengebung

Jan-Martin Klinge gibt uns ein moralisches Dilemma als Denkaufgabe. Es geht um die Frage, wie er seine Notengebung gestalten soll, wenn im Fach Mathematik die Lese- und Ausdrucksfähigkeiten der Schüler:innen die Lösung der Aufgabe beeinflussen. Soll er lieber jetzt die Schüler:innen darauf hinweisen, mehr darauf zu achten sich sauber auszudrücken, indem er Punktabzug für die Ausdrucksweise gibt und das ggf. zur schlechteren Note führt oder drückt er lieber ein Auge zu, es bleibt bei der besseren Note und ein verbaler Hinweis reicht? Beides wird einen Einfluss auf die Schüler:innen haben. Ich habe mich noch nicht entschieden, habe aber eine Tendenz.

Blogger’s life: April + Mai 2026

What has happened

Später als sonst gibt es einen Rückblick auf meine Blogmonate April und Mai.

Zurzeit hat der Blog keine hohe Priorität. Es passiert gerade viel draußen und ich komme zurzeit nicht häufig an meinen Laptop und Schreibtisch. Und das brauche ich dann doch irgendwie, um zu bloggen. Ich wusste ja, dass mich dieses Jahr andere Sachen beschäftigen werden, aber dass es dann doch so wenig Blog sein wird, hätte ich dennoch nicht gedacht. Mich überrascht vor allem die Gelassenheit, mit der ich diese Tatsache annehme. Ich kenne mich von anderen Tagen/Wochen/Monaten, da hat mich das richtig gewurmt. Werde ich erwachsen? *haha*

Alles mögliche hat sich reduziert: langsames/bewusstes lesen (aka nicht am Handy lesen), kommentieren, meine anderen Formate (meine Internetfunde sind eigentlich auch überfällig?!). Aber wie gesagt: Es ist okay.

Laptopfreie Zeit waren auch meine Reisen im April und Mai – das zeigen die zwei mitgebrachten Fotos. Einmal war ich in Paris und London (mit dem Eurostar!), und das andere Mal war ich in Florenz (mit dem Nachtzug!). Schön war’s.

Immer wieder überlege ich nach einem regelmäßigen Format, das ein bisschen vom Leben in letzter Zeit erzählt. Also sowas wie ein Wochen-/Monatsrückblick, oder Blogger’s life, bloß mehr auf das Leben bezogen. Ich hatte ein Jahr lang (2023) ein monatliches Format dieser Art gehabt, aber das habe ich damals wieder aufgegeben.

Und doch: Immer wenn ich persönliche Rückblicke auf anderen Blogs lese, packt mich die Lust. Ich habe schon gebrainstormt und die Formate auf anderen Blogs angeschaut. Ich hadere vor allem mit dem Inhalt (was und wie viel will gezeigt werden). Und wenn das einmal gefunden wäre, wäre die Frage, wie ich es in den Alltag „einbinden“ kann, sodass dieses Format auch tatsächlich gefüllt wird. Ob es irgendwann zu einer Entscheidung kommt, bleibt offen.

APRIL

What was posted

MAY

What was posted

Vietnamesische Sprache und Schrift – ein kleiner Exkurs

Als ich die Posts über meine Vietnamreise 2024 schrieb, habe ich mich dazu entschieden, die vietnamesischen Wörter richtig und mit den Zeichen zu schreiben. Da kam mir auch: Vielleicht kann ich ja mal was über die vietnamesische Schrift und Sprache erzählen? Nicht, weil andere es nicht getan haben oder ich es besonders gut kann. Aber ich glaube, dass vietnamesisch nicht so eine relevante Sprache ist, dass man viel über sie weiß. Und ich habe schon häufig das Gleiche erzählt und erklärt, weil ich häufig das Gleiche gefragt wurde. Also gebe ich dieser Sprache und Schrift mal ein paar Minuten Aufmerksamkeit auf meinem Blog.

1: eine Tonsprache

Vietnamesisch ist eine Tonsprache. Das heißt, je nachdem wie du eine Buchstabenkombination aussprichst, ergibt das ein anderes Wort/andere Bedeutung. Im Vietnamesischen gibt es insgesamt sechs Töne. Welche das genau sind, erzähle ich gleich weiter unten. Denn du wirst sie lesen können. Und ein Hörbeispiel gibt’s auch mit dazu. Nicht jede dieser sechs Aussprachen ist auch tatsächlich ein Wort mit Bedeutung. Es kann sein, dass zwei von den sechs Tönen der Buchstabenkombination tatsächlich eine Bedeutung haben, die anderen sind reine Fantasiewörter. Andere bekannte Tonsprachen sind Mandarin und Thai.

Ich habe schon öfters gehört, wenn ich mal die Töne einem:r Deutsch-Muttersprachler:in vorgesprochen habe, dass die Person die Töne und den Unterschied am Anfang nicht heraushört. Auch wenn diese Tatsache nachvollziehbar ist, weil Ohr und Hirn die Töne nicht kennen und (noch) nicht verarbeiten können, so war ich die ersten Male erstaunt. Denn für mich waren die Töne offensichtlich, ich konnte sie nicht not heraushören. Aber ganz klar: es ist erlernbar. Es braucht Zeit und Übung, aber ich weiß aus meinem Bekanntenkreis, dass das möglich ist. Es ist hart, aber möglich.

2: lateinisches Alphabet

Die vietnamesische Schrift basiert auf dem lateinischen Alphabet. Es gibt kein eigenes Schriftsystem, also keine Schriftzeichen wie im Chinesischen oder eigenes Schriftsystem wie das Koreanische oder Thai. Es gab mal ein eigenes Schriftsystem mit Schriftzeichen, aber das kenne ich nur aus Erzählungen von meinem Vater. Mit deutsch als Ausgangssprache ist das Erlernen in der Hinsicht einfacher als andere (südost)asiatische Sprachen, da man kein anderes Schriftsystem lernen muss.

In vielen Buchstabenaussprachen sind sich deutsch und vietnamesisch gemein. Das macht das Lernen der Buchstaben einfach(er). Einige Buchstaben gibt es nicht, etwa das f oder das z (und die Umlaute und das ß – offensichtlich). Gleichzeitig hat das vietnamesische Alphabet andere Buchstaben im Vergleich zum deutschen Alphabet. Dazu zählen Buchstaben, die äußerlich schon mal anders aussehen, weil sie mit einem diakritischen Zeichen versehen sind, wie das đ or ơ (ein anderer Vokal als o). Außerdem gibt es einige Buchstabenkombinationen, die einen eigenen Ton ergeben – darunter fallen gi (wird je nach Region wie ein stummhaftes s or j ausgeprochen) oder tr (tsch).

Diakritische Zeichen

Ein diakritisches Zeichen ist „an Buchstaben angebrachte kleine Zeichen wie Punkte, Striche, Häkchen, Bögen oder Kreise“, wie die Wikipedia sagt [2]. Wie oben schon kurz erwähnt, werden diese auch genutzt, um Buchstaben zu formen. Ich habe hier mal alle vietnamesischen Buchstaben mit diakritischen Zeichen herausgeschrieben:

Ich sage „auch genutzt“ , weil die (für mich) interessantere Anwendung der diakritischen Zeichen bei der Darstellung der Tönen liegt.

Darstellung der Töne

Da sind wir also, bei den Tönen! Um die Töne (siehe 1) darzustellen, werden diakritische Zeichen genutzt, die am Vokal positioniert werden. Im Vietnamesischen werden fünf Diakritika dafür genutzt. Aber warte – vietnamesisch hat doch sechs Töne!? Jup, richtig. Einer der sechs Töne wird dargestellt, indem er kein Diakritika hat. Hier mal am Beispiel vom Buchstaben a. Und ja, jedes dieser as wird anders ausgesprochen.

Um zu beschreiben, wie die Töne ausgesprochen werden, verzichte ich auf eine schriftliche Beschreibung und verweise auf ein Video. Aber schon mal vorab: Die Zeichen geben schon einen Hinweis auf den Tonverlauf. Hier das Hör- und Lesebeispiel am Buchstaben a für die Töne (YouTube Video): Vietnamesisch lernen – Die Töne.

3: Drei Hauptdialekte

Eigentlich wollte ich nur die zwei Punkte „Tonsprache“ und „lateinisches Alphabet“ erwähnen und erläutern. Beim Raussuchen des Hörbeispiels ist mir jedoch noch eine Sache aufgefallen, die ich hier kurz anreißen will.

Es gibt drei Hauptdialekte im Vietnamesischen: den nord-, zentral- und südvietnamesischen Dialekt. Und der Dialekt ist im Vietnamesischen viel mehr ein Thema, und nicht nur ein Nebenthema wie etwa im Deutschen oder Englischen. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, was es genau oder warum es so ist, aber wenn man vietnamesisch lernen will, ist einer der ersten Fragen: Welchen Dialekt willst du lernen?

Tiefer soll es gar nicht gehen, aber ich wollte das erwähnen, weil ich selbst nordvietnamesisch spreche und entsprechend ein nordvietnamesisches Hörbeispiel (siehe oben) herausgesucht habe.

~

Was ich noch loswerden will: In meinen bisherigen Posts (urlauben, essen) habe ich also keine Umschreibung ins lateinische Alphabet gemacht, sondern es ist das Original. Ist das nicht toll? 😀

Und nun bin ich gespannt, wenn du dir das Hörbeispiel angehört (angeschaut) hast: Hast du einen Unterschied raushören können? Hier nochmal der Link zum Hörbeispiel: Vietnamesisch lernen – Die Töne.


Quellen: Diverse Wikipediaartikel

[1] Vietnamesische Schrift

[2] Diakritisches Zeichen