Bis 2022!

Ich wollte es ausgesprochen (ausgeschrieben) haben:

(I) Es könnte sein, dass hier für ’ne Zeit lang nichts kommt (so für ein paar Monate).

(II) Es könnte sein, dass sich gefühlt nichts ändert und es demnächst doch wieder was gibt hier.

Ersteres könnte eintreten, weil ich (m)einen Fokus finden will. Zweiteres könnte eintreten, weil ich meinen Fokus gefunden habe und damit der vorhergehende Satz wahr geworden ist. (Oder weil ich doch unbedingt was loswerden wollte und nicht auf den Fokus warten wollte.)

Ja, diese Ankündigung ist in erster Linie für mich und hilft mir, mich mit jeder Faser für ’ne Zeit lang zurückzuziehen. Eine Blogpause muss nicht angekündigt werden, aber warum auch nicht, wenn ich es schon weiß?

Wir sehen uns daher sehr wahrscheinlich erst im neuen Jahr wieder hier und daher wünsche ich dir vorab einen angenehmen Start ins neue Jahr 2022!

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Lernlogbuch: Lernprozesse sichtbarer machen (Neues Blog-Format)

Auf meinem Blog geht es viel ums Lernen. Lernen ist nicht unbedingt ein Hobby und ich bin nicht ständig durstig nach Wissen, aber ich sträube mich auch nicht dagegen und von Zeit zu Zeit genieße ich Lernprozesse auch. Mich dagegen zu sträuben wäre auch wenig sinnvoll und würde mir das Leben erschweren, denn ich habe sehr viele Interessen und meine Projektliste ist ewig lang. Alles will ich können. Das bedeutet aber auch, dass ich alles mal gelernt haben muss. Aber ganz am Anfang, bevor ich halbwegs „gut“ (1) in etwas sein kann, steht der erste Schritt des Lernwegs. Und der ist immer sehr gut spürbar – es heißt bestimmt nicht ohne Grund „Aller Anfang ist schwer“. Wobei das Lernen im Allgemeinen sau anstrengend ist, da zwischendrin immer wieder Momente des Frusts auftauchen, weil irgendwas dazwischen kommt und Lernen nicht linear ist.

Anfängerin sein ist frustrierend

Anfängerin in einer neuen Tätigkeit zu sein, hat sicherlich seine eigene Magie. Aber gerade nach den ersten Schritten und wenn man schon einen Einblick in die Materie hat, ist es ernüchternd zu sehen, wo man selbst erst steht und was noch alles möglich ist.  Mich überkommt dann eine Welle der Überforderung und des Frusts, weil ich nicht weiß, wie ich jemals über Schritt 3 hinauskommen soll. Vor allem in Anbetracht dessen, dass ich meistens nicht nur eine Sache zu einer Zeit mache (nicht weil ich toll und multitasking fähig bin, sondern weil ich für alles mögliche den Impuls „Jetzt sofort damit anfangen!“ habe und ich diesem Impuls nicht entgegekomme, wenn ich den Fokus auf eine Sache setze und dann wäre ich wiederum frustriert #FOMO).

Wir alle starten bei 0 und mit der Zeit gehen wir unsere Schritte und machen Lernfortschritte. Aber was meistens gezeigt wird, ist der Erfolg. Das, was man geschafft hat und worauf man stolz ist. Das ist absolut nachvollziehbar. Gleichzeitig bekomme ich nur wenig von Momenten des Frusts oder Misserfolgen mit und wie Menschen damit umgehen und finde das schade.

Lernlogbuch – Meinen Lernprozess sichtbarer machen

Ich weiß nicht, ob ich es besser kann, aber ich will es mal mit einer Art Lernlogbuch probieren. Zwischendurch will ich festhalten, was ich schon geschafft und auch nicht geschafft habe. Lessons learned, wie ich es aus dem Arbeitskontext kenne.

Und auch wenn ich jetzt schreibe, dass ich meinen Lernfortschritt dokumentieren will, so wird es niemals vollständig sein. Das gezeigte Verhältnis aus Erfolg und Misserfolg wird nie wahr sein, weil Misserfolge immer unter- und Erfolge immer überrepräsentiert  sind. Bei mir wird es bestimmt nicht anders sein. Aber spätestens wenn der Frust richtig hart kickt, werde ich hier davon erzählen. Und gleichzeitig sensibilisiere ich mich hiermit dafür, auch kleinere Momente des Frusts zu dokumentieren.

Es gibt viel zu erzählen – ich war unterwegs in meinen Kategorien Irgendwas mit Foto und Scanner-Fokus. Dazu kommt noch die neue Kategorie Mein Blog und ich. Es zieht mich gedanklich immer wieder auf die Metaebene, wie es mir ergeht mit meinem Blog, daher bekommt es jetzt mal eine eigene Kategorie.

Anfangs wollte ich alle Learnings in einen Post packen (wie bei diesem Update hier), aber dann sind es nur kurze Abrisse und das wird den Themen nicht gerecht. Daher splitte ich das. Stichpunkte habe ich mir schon gemacht und jetzt geht es daran, die auszuformulieren

(1) Wie immer: Was auch immer „gut“ bedeutet.

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Ein Säckchen Hirnplopps #3

Grafik by my dear friend Thani

Es gab schon lange kein Säckchen Hirnplopps mehr. Es finden sich daher einige Sachen aus der ersten Jahreshälfte wieder – so lange warten die folgenden Gedankenschnippsel schon darauf, dass das Säckchen endlich voll genug ist, damit ich einen Post absetzen will😄

  • Was Feiertage im Jahr 2021 angeht, ist das Jahr eine Enttäuschung, weil viele Feiertage auf einen Sonntag fallen. Dennoch gab es paar Daten, die ich super fand:
    • 2021 hatte in meinen Augen (und einiger anderer) einen wunderschönen Februar, was die Wochentage anging! Der 28-tägiger Februar begann an einem Montag und endete dementsprechend an einem Sonntag. Das bedeutete, dass der erste Tag des Monats Februar auch der erste Tag der Woche und das gleiche auch für den letzten Tag bedeutete. Ich nenne das kalendarische Perfektion und Schönheit!
    • Das Datum 12.02.2021 ist ein Palindrom. Warte, ich schreibe es mal ohne die Trennzeichen: 12022021. Egal, ob ich das Datum von links nach rechts oder rechts nach links lese, es bleibt der 12. Februar 2021.
    • 4.3.21 ist doch auch schön, oder?
  • Bleiben wir bei Palindromen (Mag ich Palindrome? Vielleicht.). Als ich darauf wartete, dass mein Teewasser kochte, wurde mir klar, dass das Wort RETTER ein Palindrom ist. Kanntest du dieses Palindrom schon?
  • Das deutsche Wort MOOS und die englische Übersetzung davon, MOSS, sind sich super ähnlich. Beide fangen mit einem M an, haben als weitere Buchstaben noch ein O und ein S. Während im Deutschen aber das O doppelt vorkommt, ist es im Englischen das S und aufgrund dieser Dopplung unterscheidet sich die Aussprache.  Durch die Dopplung des Vokals wird das Wort im Deutschen langgezogen und im Englischen wird das Wort (aus deutscher Sicht) aufgrund  des doppelten Konsonanten kurz ausgesprochen. Ich sehe darin eine gewisse Symmetrie und finde das irgendwie faszinierend (und hoffe, dass ich mich irgendwie verständlich machen konnte).

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